Voitsberg/Maria Lankowitz

Begegnungsabende mit Asylwerbern

Nach Köflacher Vorbild ist man in Voitsberg und Maria Lankowitz auch bemüht ein Treffen zwischen Bevölkerung und Asylwerbern zu organisieren. Am 16. März in Voitsberg und am 26. März in Maria Lankowitz kann man sich über die Schicksale informieren.

Der Begegnungsabend in Köflach im Jänner war bestens besucht
Der Begegnungsabend in Köflach im Jänner war bestens besucht © Andrea Kratzer
 

In Köflach hat ein Begegnungsabend mit den Asylwerbern bereits stattgefunden. In Voitsberg und Maria Lankowitz sind demnächst solche Veranstaltung geplant. "Mir geht es darum, zu zeigen, dass die Asylwerber in erster Linie Menschen sind", sagt Dietmar Böhmer, Kurator der Evangelischen Kirche in Voitsberg. Am 16. März gibt es daher die Möglichkeit, mit den Asylwerbern im "Haus des Lebens" ins Gespräch zu kommen. Ein Arabisch-Dolmetscher wird dafür vor Ort sein.

Menschen sind mir entweder sympatisch oder unsmpatisch. Das hat aber nie mit deren Herkunft zu tun. 

Dietmar Böhmer

Fragen sollen an diesem Abend beantwortet und Missverständnisse aus der Welt geschafft werden. Dafür ist ein Vertreter der Caritas vor Ort, außerdem eine Sprecherin des Grazer Vereins Zebra. "Vielleicht gelingt es eine Vernetzungsplattform für den ganzen Bezirk zu etablieren", sagt Böhmer. Angedacht ist auch eine Patenschaft für die einzelnen Wohneinheiten. "Hoffentlich kommen viele Leute mit schlechtem Bauchgefühl. Wenn sie nach dem Gespräch noch immer Angst haben, dann zumindest begründet", sagt Böhmer.

Termine

Begegnungsabend Voitsberg: Montag, 16. März, 19.30 Uhr. „Haus des Lebens“.

Begegnungsabend Maria Lankowitz: Donnerstag, 26. März, 19 Uhr. villahafner.

In Maria Lankowitz organisiert eine Gruppe von Privatpersonen den Begegnungsabend mit den syrischen Flüchtlingen. "Pater Josua war sofort Feuer und Flamme", erklärt Barbara Pabst. Ihre Hoffnung ist, dass sich am 26. März zahlreiche Menschen finden, die bereit sind, sich mit den Asylwerbern zu beschäftigen. "Aktuell können sie nur Däumchen drehen", klagt sie.

Kommentar von Clemens Ticar

Fragen Sie nach!

Warum kommen vor allem Männer aus den Kriegsgebieten nach Österreich? Wieso haben die meisten dieser Flüchtlinge Smart-Phones? Fragen, die den vielen Bewohnern des Bezirks Voitsberg unter den Fingern brennen. Ein Vorschlag: Fragen, und zwar die Asylwerber selbst. Wenn sich dazu keine Möglichkeit ergibt, dann bieten sich die Begegnungsabende mit den Flüchtlingen in Voitsberg und Maria Lankowitz an, um Klarheit zu schaffen .

Es ist ungemein wichtig, sich mit den Asylwerbern zu beschäftigen. Diesen Menschen ist langweilig, sie können nichts tun, weil sie (fast) nichts tun dürfen. Geben Sie ihnen doch die Möglichkeit, Sport zu treiben, Schach zu spielen, mit ihrem Hund spazieren zu gehen.

Und basteln Sie sich auf keinen Fall ihre eigenen Wahrheiten, ohne ein einziges Wort mit den Flüchtlingen gesprochen zu haben. Das ist kränkend, verletzend und einfach menschenverachtend. Negative Erfahrungen haben die Asylwerber in den letzten Monaten und Jahren zur Genüge gemacht.

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