Großeinsatz der Feuerwehren

Unwetter: Mindestens 1,3 Millionen Euro Schaden

Hagel, Überschwemmungen, Erdrutsche, entwurzelte Bäume und Verklausungen: 700 Feuerwehrleute waren von Samstag auf Sonntag in der Steiermark im Einsatz. Der Schaden ist beträchtlich.

Hilfskräfte beim Aufräumen in Kainach bei Voitsberg
Hilfskräfte beim Aufräumen in Kainach bei Voitsberg © Karl Mayer
 

Und wieder hat es gekracht. Laut Thomas Meier, Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos, waren von gestern Nachmittag bis heute in den frühen Morgenstunden zahlreiche Feuerwehren in den Regionen Weststeiermark, Deutschlandsberg, Graz-Umgebung, Murtal und Murau im Dauereinsatz. 66 Feuerwehren - fast 700 Feuerwehrleute - rückten insgesamt 131 Mal aus. "Vor allem im Raum Afling kam es zu Verklausungen, die Kainach tratt stellenweise über die Ufer", schilderte Meier. Entwurzelten Bäume, Verklausungen und Erdrutsche erschwerten die Situation zusätzlich.

>>>Die Unwetter im Bezirk Murau

Murtal: Unwetter

Viele Male ausrücken mussten am Samtag auch die Feuerwehrleute im Bezirk Murau.

BFV Murau/Walter Horn

Besonders betroffen von den Unwettern waren die Orte Oberwölz, Katsch, St. Lambrecht, Peterdorf, St. Peter am Kammersberg und Neumarkt.

BFV Murau/Walter Horn

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BFV Murau/Walter Horn
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>>>Fotos von den Aufräumarbeiten in Voitsberg

Nach Unwettern: Millionenschaden

Auch am Sonntag arbeitete man mit Hochdruck an der Aufarbeitung der Schäden des Unwetters vom Samstag.

(c) MAYER KARL

Mit schwerem Gerät wurde daran gearbeitet, die Bachläufe von Bäumen, Geröll und Schlamm zu befreien um so dem Wasser wieder freie Bahn zu schaffen.

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In Afling musste sogar schweres Gerät aufgefahren werden, da das Rüsthaus selbst überflutet wurde, die Straße stand an mehreren Stellen bis zu 40 Zentimeter unter Wasser. Auch der Bocklochgraben (zwischen Geistthal und Afling) war teilweise überflutet.

>>>Videoreport vom Einsatzort

Muren und Überschwemmungen: "Es war wie ein Weltuntergang"

 

>>>Fotos vom Einsatzort

Großeinsatz: Dramatische Unwettereinsätze

Kainach bei Voitsberg

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Kainach bei Voitsberg

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Kainach bei Voitsberg

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Kainach bei Voitsberg

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Kainach bei Voitsberg

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Kainach bei Voitsberg

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Kainach bei Voitsberg

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Kainach bei Voitsberg

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Kainach bei Voitsberg

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Kainach bei Voitsberg

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Kainach bei Voitsberg

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Hitzendorf

Facebook/Aktuelle Wetterwarnungen/Gaicher

A2 auf Höhe Lieboch

Hubert Patterer

A2 auf Höhe Lieboch

Hubert Patterer

Die Kainachbrücke in Voitsberg

Hans Breitegger

Die Kainachbrücke in Voitsberg

Hans Breitegger

Die Kainachbrücke in Voitsberg

Hans Breitegger

Aufräumarbeiten in Kainach bei Voitsberg

(c) MAYER KARL

Aufräumarbeiten in Kainach bei Voitsberg

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Kainach bei Voitsberg

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Aufräumarbeiten in Kainach bei Voitsberg

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Aufräumarbeiten in Kainach bei Voitsberg

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Aufräumarbeiten in Kainach bei Voitsberg

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Aufräumarbeiten in Kainach bei Voitsberg

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Aufräumarbeiten in Kainach bei Voitsberg

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Aufräumarbeiten in Kainach bei Voitsberg

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Aufräumarbeiten in Kainach bei Voitsberg

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Aufräumarbeiten in Kainach bei Voitsberg

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Lage teilweise ungewiss

Erst vergangenen Sonntag war Kainach ja von Unwettern heimgesucht worden, weite Teile von Gallmannsegg wurden verwüstet, der Notstand ausgerufen. Während es dort heute keine größeren Schäden gab, sieht es in den Nachbarregionen anders aus.

Der Starkregen ging am Samstagnachmittag vor allem über den Ortsteil Kohlschwarz (Kainach bei Voitsberg) nieder. Die Landesstraße 341 war an mehreren Stellen überflutet und durch Muren unpassierbar geworden.

Die Freiwillige Feuerwehr Kainach arbeitete sich  systematisch talauswärts Richtung Afling durch, Bocklochgraben und Millionengraben waren unpassierbar, Weite Teile Kohlschwarzberg nicht erreichbar.

Der Ortsteil Hemmerberg-Freisinggraben war von Kainach aus nicht erreichbar, dort war die Lage ungewiss, Hemmerberg vermeldete entwurzelte Bäume und versperrte Zufahrten zu Gehöften.

Bevölkerung hilft

Vor allem die Feuerwehren Kainach und Afling leisteten Großartiges, auch die Initiative der Bevölkerung ist bemerkenswert, so sollen Nichtbetroffene sofort mit ihren Traktoren gekommen sein, um die Straßen frei zu machen, Geröll zu räumen und Häuser durch Aufschüttung von Dämmen zu schützen.

Einsätze wurden auch aus Ligist, Bärnbach, Voitsberg, Kainach bei Voitsberg, Deutschlandsberg, Tobelbad, Berndorf, Hitzendorf, Stallhofen, Knittelfeld, Seckau, Oberwölz und Peterdorf vermeldet.

8000 Haushalte ohne Strom

Dramatisch auch die Situation für die Energie Steiermark. Laut Sprecher Urs Hanrik-Lauris waren zwischenzeitlich 8000 Haushalte in der Weststeiermark ohne Strom. Trotz des Einsatzes von rund 100 Mitarbeitern werden Hunderte Haushalte auch die Nacht ohne Strom verbringen müssen.

1,3 Millionen Euro Schaden allein am Samstag

Schon seit sieben Tagen sind die steirischen Feuerwehren besonders gefordert. Bis zum Samstag wurden mehr als 600 Einsätze gezählt.

Laut Hagelversicherung entstand durch die Gewitter vom Samstagnachmittag ein Gesamtschaden von ca. 1,3 Mio. Euro. Wegen der extremen Niederschläge und Sturmböen wurden vor allem Ackerkulturen und Grünland, aber auch Obst-, Wein- und Gemüsekulturen in einem Gebiet südwestlich von Graz beschädigt, teilte die Versicherung in einer Aussendung mit. Insgesamt seien mehr als 4000 Hektar landwirtschaftliche Fläche betroffen.

Extremes Wetter

Starkregen, Überflutungen, Verklausungen, Muren, Sturm, und Hagelschlag: Seit Ende April sind laut Sprecher Meier die Wehren im Dauereinsatz: "Das zeigt, dass das engmaschige und flächendeckende Netz der steirischen Feuerwehren von großem Vorteil und auch von eminenter Notwendigkeit ist." Und: "Wir sind dankbar dafür, dass die Arbeitgeber sich in diesen Tagen sehr verständnisvoll zeigten und ihre Mitarbeiter zu Einsatztätigkeiten weggelassen haben."