Bezirk Voitsberg

Wunsch nach mehr Betreuung für Asylwerber

Beim Gespräch von Kirchenvertretern mit Bürgermeistern aus dem Bezirk wurde eingehend über das Thema Asyl gesprochen. Von Rainer Brinskelle

Politiker und Kirchenvertreter wünschen sich kleine Einheiten statt Massenquartiere (Archivfoto)
Politiker und Kirchenvertreter wünschen sich kleine Einheiten statt Massenquartiere (Archivfoto) © Katharina Pillmayr
 

Als sehr konstruktiv bezeichnen die Teilnehmer des regionalen Asylgipfels, der Anfang dieser Woche in Voitsberg stattgefunden hatte, das Gespräch. Wie berichtet trafen sich die Bürgermeister Ernst Meixner (SPÖ, Voitsberg) und Helmut Linhart (ÖVP, Köflach) mit Generalvikar Erich Linhardt von der Diözese Graz-Seckau, Superintendent Hermann Miklas von der Evangelischen Kirche Steiermark und Bezirkshauptmann Hannes Peißl als zuständiger Behördenvertreter.

„Wir wollten dort nicht als Korrektoren auftreten, sondern fragen, was wir als Glaubensgemeinschaften beitragen können“, erläutert Generalvikar Linhardt. Superintendent Miklas will zu den Inhalten des „informellen Gesprächs“ nicht Stellung nehmen, sagt aber: „Wir wollen auf kirchlicher und politischer Ebene weiter zusammenarbeiten. Es hat ja keinen Sinn, wenn wir uns auseinanderdividieren lassen.“

Keine Großquartiere

Es sei „sehr offen über die Sorgen der Bevölkerung“ gesprochen worden, sagt Meixner. Und Mängel in den beiden großen Städten bezüglich Flüchtlingsunterbringung und -versorgung wurden erläutert. „Aus unserer Sicht wären kleinere Einheiten viel besser als Großquartiere“, so Meixner, der bei einigen privaten Betreibern solcher Massenquartiere „Verdienstlust“ auf Kosten einer geordneten Betreuung und Unterbringung ortet.

„Die beiden Kirchenvertreter haben auch angeboten, dort zu vermitteln, wo es ihnen möglich ist“, ergänzt Bürgermeister Linhart. Jedenfalls ist man übereingekommen, im Herbst wieder ein solches Treffen anzuberaumen.

Unstimmigkeiten

Dann sollen auch Unstimmigkeiten, wie es sie vor diesem Gespräch gegeben hatte, ausbleiben. Wie berichtet hatten Vertreter des Vereins MenschenRechteReligion (MRR) aus Voitsberg moniert, dass das Gespräch auf Initiative des Vereins zustande gekommen sei. Allerdings seien die MRR-Vertreter vom Treffen ausgeladen worden.

Generalvikar Linhardt verneint dies: „Das Gespräch fand nicht auf deren Initiative statt, das stimmt nicht. Die Idee dazu haben Superintendent Miklas und ich nach einer Veranstaltung zum Thema Asyl im Jänner im Haus des Lebens gehabt.“ Miklas spricht von „einer Verkettung von Missverständnissen“ wie beim Spiel Stille Post: „Faktum ist, dass das informelle Gespräch von Anfang an in kleiner Runde geplant war.“

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass zu diesem Artikel keine Kommentare erstellt werden können.

Forenregeln lesen

Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (z. B. Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Was wir in diesem Forum nicht dulden: Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, Verhetzung, Diskriminierung in jedweder Form, Rassismus, Aufrufe zu Gewalt oder gar Selbstjustiz. Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer im Wiederholungsfall gesperrt. Zudem behalten wir uns die stundenweise oder völlige Schließung von Foren vor. Wir weisen Sie darauf hin, dass wir auch keine Links zu anderen Websites akzeptieren.
Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (z. B. Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name und Adresse) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.