Köflach

Harsche Kritik nach Rauferei bei Fußballspiel

Wegen eines angeblichen Foulspiels gerieten am Donnerstag mehrere junge Asylwerber in Streit, drei von ihnen wurden bei einer Schlägerei verletzt. Auch die Betreuer kritisieren das Verhalten der Beteiligten.

Wegen eines angeblichen Foulspiels kam es in Köflach zu einer Rauferei
Wegen eines angeblichen Foulspiels kam es in Köflach zu einer Rauferei © APA/ERWIN SCHERIAU
 

Mit einem Polizeieinsatz endete Donnerstagabend ein Fußballspiel zwischen 30 Asylwerbern in Köflach. Bereits während des Spiels kam es wegen eines angeblichen Foulspiels zu Streitigkeiten, nach dem Spiel artete die Diskussion in eine Schlägerei mit drei Beteiligten aus, wie die Polizei gestern mitteilte.

Die drei jungen Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren, die aus Syrien und Afghanistan stammen, wurden mit Prellungen und Abschürfungen ins LKH Voitsberg gebracht, wo sie ambulant behandelt wurden. Alle drei wurden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Selbst beim Verein MenschenRechteReligion (MRR), der sich intensiv für die Integration von Asylwerbern engagiert, ernten die jungen Männer für ihr Verhalten Kritik. „Wir predigen stets gewaltfreie Konfliktlösung, und dann kommt es zu solchen Dingen“, äußert Christian Veit sein Unverständnis. Denn einige der Beteiligten hätten erst kürzlich einen Integrationskurs bei MRR besucht.

Auswirkung auf Asylverfahren

„Es geht nicht, dass wir ihnen solche Angebote liefern und sie dann darauf pfeifen. Es geht ja auch um moralische Pflichten.“Jetzt will der Verein die Beteiligten zu einem Gespräch laden. Zudem müsse den Raufbolden klar sein, dass das Verhalten auch negative Auswirkungen auf den Asylstatus habe, sagt Veit.

MRR-Initiator Dietmar Böhmer sieht auch bei den Kommunen eine Mitverantwortung: „Die Bürgermeister legen sich quer, dabei gäbe es so viele Arbeitsmöglichkeiten. Bärnbachs Bürgermeister Bernd Osprian ist da eine positive Ausnahme.“ Asylwerber aus der Region fahren sogar noch Graz, wo sie etwa zum Unkrautjäten eingesetzt werden, weiß Böhmer. „Alle freuen sich, wenn sie etwas tun dürfen.“

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