Nach Unwetter

Teile Kainachs zu Katastrophengebiet erklärt

Sintflutartige, lokale Regenfälle haben in der Nacht auf Montag Kainach verwüstet. Weite Teile von Gallmannsegg zu Katastrophengebiet erklärt.

Auf einer Breite von 100 Metern kam in Kainach ein Hang ins Rutschen und verwüstete das Nebengebäude eines Bauernhauses
Auf einer Breite von 100 Metern kam in Kainach ein Hang ins Rutschen und verwüstete das Nebengebäude eines Bauernhauses © Karl Mayer
 

Ab 0.15 gingen bei der Landesleitzentrale Anrufe ein: Brücken waren verklaust, Straßen unpassierbar, Gehöfte durch Hangrutschungen gefährdet.
Die Feuerwehr Kainach rückte aus. Es galt Straßen abzusichern und notdürftig für die Einsatzfahrzeuge frei zu machen, bei einer Fischzuchtanlage Gefahren abzuwenden und erste Aufräum- und Sicherungsarbeiten beim Gehöft von August und Waltraud Hohl in Gallmannsegg zu tätigen.

Krisenstab eingerichtet

Oberhalb des Anwesens war auf einer Breite von 100 Metern ein Hang ins Rutschen gekommen, die Schlammmassen zerstörten ein Nebengebäude und drangen in das Wohnhaus ein. Während Florianis und freiwillige Helfer die Familie unterstützten, organisierte Bürgermeister Viktor Schriebl Gemeindearbeiter, die die Zufahrtsstraße zum Gehöft wieder befahrbar machten und weitere Straßenstücke vom Schwemmgut befreiten. Die Firma Alpha stellte schweres Gerät zur Verfügung. Ein Krisenstab arbeitete Sofortmaßnahmen aus. Aufgrund neuerlich angekündigter Regenfälle wurde der Hang mit großflächigen Planen abgedeckt. Als Assistenz wurden die Feuerwehren Afling, Bärnbach und Voitsberg angefordert.

Zum Katastrophengebiet erklärt

Einen weiteren Schwerpunkt der Verwüstungen gab es im Schlöglgraben, dem Zufahrtsweg auf die Almweiden der Lipizzaner. Aufgrund einer Verklausung trat der Bach über das Ufer und wurde zum reißenden Fluss. Für 60 Haushalte im Ortsteil Gallmannsegg wurde die Wasserversorgung notdürftig hergestellt.

Bäche traten in Kainach über die Ufer
Bäche traten in Kainach über die Ufer Foto © Karl Mayer

Da akute Gefahr bestand, musste Familie Hohl ihr Haus verlassen. Zwei weitere Familien sowie Halterleute der Agrargemeinschaft und des Gestütes Piber wurden von der Außenwelt abgeschnitten. Schriebl erklärte weite Teile von Gallmannsegg offiziell zum Katastrophengebiet.

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