Wollsdorf-Umsatz nicht schaumgebremst
Wollsdorf Leder steigerte Umsatz um zehn Prozent, geht beim Raabschaum in Offensive.

Foto © Wollsdorf Leder
Obwohl die steirische Wollsdorf Leder in den vergangenen Jahren aufgrund eines Chemieunfalls mit drei Toten und der Raabschaum-Diskussion mit negativen Schlagzeilen zu kämpfen hatte, kann die neue Geschäftsführung für 2007 positive Zahlen vermelden. "Der Umsatz konnte angetrieben durch einen Trend zur Lederausstattung bei Autos und Flugzeugen um zehn Prozent auf 99 Millionen Euro gesteigert werden", so Geschäftsführer Joachim Haidacher. Rund 820 Mitarbeiter produzieren an den Standorten Wollsdorf, Weiz und Wilhelmsburg (NÖ) Lederbezüge, angefangen vom Lenkrad über Flugzeugsitze bis hin zu Möbeln.
Gewinne. Gewinne gibt das Unternehmen zwar nicht bekannt, doch laut Finanzvorstand Matthias Gruber seien diese nicht im gleich hohen Ausmaß gewachsen wie der Umsatz, weil vor allem die Autoindustrie einen Preisdruck ausübe.
Osteuropa. Nicht zuletzt deshalb erwägt Wollsdorf Leder eine zusätzliche Produktion in Osteuropa, auch weil an den heimischen Standorten die Kapazitätsgrenzen erreicht wurden. Mit ein Grund für die Auslandspläne ist die Diskussion über den Raabschaum, wo Wollsdorf vor allem von den Ungarn als einer der Hauptverursacher hingestellt werde. "Hier will man bloß einen Alleinschuldigen für ein Problem finden, das von vielerlei Faktoren, auch Herbiziden in der Landwirtschaft und Insektiziden aus dem Baumarkt, verursacht wird", so Haidacher. Ungarn würde aber den Ausbau der Wollsdorf-Kläranlage blockieren.









