Längere Öffnungszeiten: Nur etwas für die Großen
Die neuen Öffnungszeiten werden vor allem von großen Handelsketten genutzt. Die kleinen Geschäfte setzen weiterhin auf gute Beratung.

Foto © ReutersNeue Öffnungszeiten werden hauptsächlich von Handelsketten genutzt
Mit Anfang des Jahres wurden österreichweit die maximalen Öffnungszeiten pro Woche von 66 auf 72 Stunden angehoben. Sieht man von den großen Lebensmittelketten ab, wird sich im Bezirk Weiz vorerst aber nicht allzu viel verändern.
Unter 60 Stunden. In der Stadt Weiz habe ein Großteil der Handelsunternehmen bisher nicht einmal die 66 Stunden voll ausgenützt, hält Ronald Bleykolm von der Einkaufsstadt Weiz fest. "Mein Geschäft hat 61 Stunden pro Woche offen, aber die meisten pendeln unter 60 Stunden", so Bleykolm weiter.
Einheitliche Öffnungszeiten. Wichtiger wären laut Bleykolm einheitliche Kernöffnungszeiten. Bei den rund 130 Handelsbetrieben, die Mitglieder der Einkaufsstadt sind, gestalte sich das schwierig. "In Punkto 72 Stunden gibt es keine Diskussionen", sagt Bleykolm. Dem Druck, der nun durch die großen Handelsketten entstehe, setze man weiterhin gut qualifizierte Mitarbeiter und kompetente Beratung entgegen.
Gleisdorf. Auch in Gleisdorf seien weniger längere als einheitliche Öffnungszeiten wünschenswert, meint Johannes Lafer vom TIP-City-Management. "Hier wird sich aber hoffentlich bald etwas ändern", so Lafer.
Noch keine Entscheidung. Beim Gleisdorfer Einkaufszentrum West (GEZ West) und dem Weizer Einkaufszentrum (WEZ) setzt man derzeit noch auf Abwarten. "Es gibt bei uns natürlich Kernöffnungszeiten, über mögliche Veränderungen haben wir aber noch keine Entscheidung getroffen", so Betreiber Josef Gasser.
Kosten. Bei einer Verlängerung der Öffnungszeiten sei die Kostenentwicklung für jeden Betrieb individuell mit zu betrachten. "Es stellt sich für jeden unterschiedlich dar. Einige werden sicher am Abend länger offen halten und eventuell für gewisse Bereiche bei den Vormittagsstunden verringern", so Gasser.








