Mehr als 200 Spiele Vollgas
Zufall oder nicht: Seit Rupert Hopfer wieder in der Weizer Abwehr steht, sind die Oststeirer auf der Siegerstraße zurück.
FUSSBALL. Ein Ballkünstler wie Lionel Messi wird aus Rupert Hopfer nicht mehr werden. So viel kann man sagen. Das ist aber auch nicht der Anspruch des Weizer Abwehrrecken, der bereits seit seiner Jugend das Trikot der Oststeirer trägt. Seine Qualitäten liegen ganz woanders, auch wenn sie dem 25-Jährigen von außen nur selten zugestanden werden. "Mir ist egal, was die Leute denken", stellt er klar. "Ich gebe Vollgas und kämpfe bis zum Umfallen."
Die Bilanz spricht jedenfalls für den Maschinenbaustudenten, der wohl einer der unterbewertetsten Spieler der Landesliga ist. Und das obwohl der Kumberger schon mit 15 Jahren sein Debüt in der Kampfmannschaft gab. "Ich kann mich noch genau daran erinnern. Arnfels war damals schon fix Meister und ich durfte gegen die ganzen Routiniers spielen."
Nun gehört Hopfer plötzlich selbst zu den Ältesten und seit fünf Jahren zum Stamm der Weizer. Die Routine von mehr als 200 Spielen in Regional- und Landesliga machen es aber offensichtlich aus. Nach einem schlechten Start ins Frühjahr kehrten die Oststeirer mit Hopfer, der bis vor zwei Runden an einer Fersenbeinprellung laborierte, wieder auf die Siegerstraße zurück. "Das ist Zufall", sagt "Hopfi" grinsend, wohlwissend, wie wichtig er für die Defensive ist.
Eine stabile Abwehr wird auch heute (19 Uhr) zu Hause gegen Großklein gefragt sein. Die Gäste schossen zuletzt in vier Spielen 13 Tore und holten zehn Punkte. Will Weiz die Mini-Titelchance wahren, dürfen die Südsteirer aber kein Stolperstein sein. Hopfer: "Wenn wir alle restlichen Spiele gewinnen, ist noch etwas möglich." MARTIN MANDL
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