Unternehmen, die Integration wirklich leben
In Feldbach wurden die behindertenfreundlichsten Unternehmen der Oststeiermark mit dem Steirischen Integrationspreis 2011 ausgezeichnet.

Foto © Helmut SteinerDiethart Schliber mit Chefs der ausgezeichneten Unternehmen: Ekkehard Grübl, Anton Fink jun. und Josef Zügner
Nach vier Jahren Pause hat die JobAllianz Steiermark wieder Unternehmen ausgezeichnet, die sich besonders für die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung engagieren. 34 Betriebe, Gemeinden und öffentlichkeitsnahe Einrichtungen aus den vier oststeirischen Bezirken waren für drei Preise nominiert. Das Geheimnis, für wen sich die siebenköpfige Jury entschieden hatte, wurde im Zentrum Feldbach vor zahlreichen Gästen - darunter Vertreter der JobAllianz-Partner und von Behinderteneinrichtungen - gelüftet.
Für jeden der drei Preisträger hatte man einen Paten. Der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Sozialausschusses im Landtag, Klaus Zenz, zog die Grübl Automatisierungstechnik GmbH (Stubenberg/S.) aus dem Kuvert. Firmenchef Ekkehard Grübl bezeichnete die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung - vier sind in seinem Unternehmen - als Herzensangelegenheit. Die Sache sei gewachsen, erzählte Grübl von den Anfängen. Seine Frau hatte Kontakt mit einer Familie mit einem schwerbehinderten Sohn. Als der keine Arbeitsstelle fand, habe er sich von seiner Frau überreden lassen: "Natürlich hat man gewisse Ängste - aber es war absolut problemlos."
Vorbilder
Die Entscheidung für die Haas Fertigbau Holzbauwerk GmbH in Großwilfersdorf fiel auch wegen der umfangreichen innerbetrieblichen Bemühungen, Jugendliche bei der integrativen Lehre zu begleiten. Geschäftsführer Josef Zügner begründete die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung so: "Wir sehen das als sozialen Beitrag zur Gesellschaft. Man kann nicht alles dem Staat übertragen." Pate Harald Pfundner, international erfolgreicher Rollstuhltennisspieler aus Paldau und nach einem Unfall seit dem 17. Lebensjahr im Rollstuhl, sprach aus eigener Erfahrung von einem irrsinnig schweren Weg in die Berufswelt und appellierte: "Nicht von vornherein eine Blockade aufstellen - sondern sich die Möglichkeiten ansehen."
"Eine schöne Aufgabe" hatte Saubermacher-Chef Hans Roth als Pate. Konnte er doch ein Unternehmen aus seiner Heimat Gnas als Preisträger bekannt geben: die Albert Fink GmbH. "Ein Betrieb, wo Integration gelebt wird", so die Jury-Begründung.
Für Diethart Schliber, Leiter des Bundessozialamtes Steiermark und Initiator der Auszeichnung sind Vorbilder, wie die in Feldbach prämierten "sehr, sehr wichtig."
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FAKTEN
Die Joballianz Oststeiermark wird in den Bezirken Feldbach und Fürstenfeld von Beata Tauscher koordiniert. Für die Bezirke Hartberg und Weiz ist Helmut Römer zuständig.
Kontakt: Tel. (03112) 49 11-21 17, 0664-60 40 91 60 (Beata Tauscher) und 0664-60 40 91 17 (Helmut Römer).
Internet: www.joballianz.at









