Reise durch Klangwelten aus vier Jahrzehnten
Gitarrenvirtuose Al Di Meola begeisterte live.

Foto © APAGitarrenvirtuose Al Di Meola
WEIZ. Für eines von nur drei Österreich-Konzerten kam Gitarrenvirtuose Al Di Meola ins Kunsthaus Weiz. Der Weltstar nahm das Publikum auf eine Reise durch eine fast vierzig Jahre lange Karriere mit. Ob Lieder der neuen CD "Pursuit Of Radical Rhapsody" oder "Hadern" aus der Zeit mit John McLaughlin und Paco de Lucia - der 56-Jährige glänzte bei zupackenden Stücken ebenso durch Fingerfertigkeit wie bei den lieblichen Klängen von "Michelangelo's 7th Child", einen Song für seinen Vater.
Der Italo-Amerikaner überzeugte nicht nur auf seiner Gitarre, sondern auch mit Witz. Dass bei Tonproblemen Di Meolas Leibtechniker nicht auffindbar war, hätte dem Weizer Licht- und Tonmeister Jürgen fast einen Job "für die nächsten drei Monate" verschafft. Der lehnte ab. Trotz des für Heiterkeit sorgenden Angebotes, die Gage zu verdoppeln.
Im zweiten Set hatte man die Technik im Griff. Mit Akkordeonist Fausto Beccalossi, Schlagzeuger Peter Kaszas und Gitarrist Kevin Seddiki konnte ein Feuerwerk gezündet werden. Die drei Begleiter hätten sich übrigens eine Erwähnung in der Konzertankündigung verdient, sie erwiesen sich auf ihren Instrumenten dem Meister durchaus ebenbürtig.
Nach eindreiviertel Stunden war die offizielle Reise vorüber. "Ihr wollt noch eine Nummer hören?", fragte Di Meola rund 600 begeisterte Besucher. Es wurden zwei, darunter "Mediterranean Sundance", Glanzstück auch des eingangs genanten Trios. MARTIN MANDL







