Wie regionale Firmen zum Zug kommen
Nicht einfach für Bürgermeister, Aufträge an Firmen im Ort zu vergeben - wie es geht, zeigt ein Vergabeleitfaden der Wirtschaftskammer.

Foto © APWie können Bürgermeister Aufträge gesetzeskonform an regionale Unternehmen vergeben? Eine Broschüre informiert
300Millionen Euro gaben die steirischen Gemeinden in der jüngeren Vergangenheit pro Jahr für Bauaufträge aus. Nicht immer aber kam die regionale Wirtschaft zum Zug. Die Vergaberichtlinien sind für manchen Laien so undurchschaubar, dass sich ein Bürgermeister lieber auf einen Generalunternehmer verließ, als mit dem Recht in Konflikt zu kommen.
Ein Zustand, der für die regionale Wirtschaft unbefriedigend ist. Der südsteirische Obmann der Wirtschaftskammer, Hans Lampl, nahm dies zum Anlass, mit Juristen der steirischen Kammer und dem Land einen Vergabeleitfaden herauszugeben, der Bürgermeistern die Auftragsvergabe an Firmen vor Ort erleichtert.
Eine Möglichkeit, sagt der Jurist Gerfried Weyringer, sei, den Gesamtauftrag in einzelnen Abschnitten zu vergeben - damit bleibe man unter dem Wert, bei dem öffentlich ausgeschrieben werden muss.
Ob die Gemeinden auch heuer angesichts der angespannten Budgets 300 Millionen Euro ausgeben werden, von denen die regionale Wirtschaft profitieren könnte? "Nein", sagt Hans Lampl, "derzeit ist das schaumgebremst. Aber ich gehe davon aus, dass der finanzielle Spielraum wieder besser wird, sonst können wir das Ganze gleich in die Luft sprengen."








