Die Saison ist nicht ganz ins Wasser gefallen
Die Bäderbilanz 2011 fällt wenig überraschend aus: Einem verregneten Juli stand ein wunderschöner August gegenüber, der auch die Badbetreiber - spät aber doch - aufatmen ließ.

Foto © APA
Der Sommer schien Ende Juli schon verloren, bis der August mit teils tropischen Temperaturen für Hitzerekorde sorgte. Auch die Badbetreiber des Bezirkes sind heilfroh über den lukrativen August, denn abgerechnet wird bekanntlich erst zum Schluss.
Definitiv schon Schluss mit Badespaß ist es in Passail. Sowohl das Freibad als auch der Freizeitsee verzeichneten trotz des verregneten Julis ein kleines Plus. "Der schöne August hat den verregneten Juli wieder wettgemacht", sagt Amtsleiter Helmut Hindler. An schönen Tagen seien sogar an die 800 Leute in den See und rund 500 Leute in das Freibad gestiegen. Der See würde aber auch, so Hindler, ständig attraktiviert werden.
Das wiederum kann man vom Schwimmbad in Anger nicht behaupten. "Der letzte große Umbau fand 1978 statt", berichtet Manfred Bauernhofer von der Marktgemeinde Anger. "Auch in den nächsten drei Jahren wird das Schwimmbad voraussichtlich nicht erneuert werden." Die Badegäste blieben dennoch nicht aus. Heuer gab es sogar mehr Badetage als im Jahr zuvor. Spitzenreiter hierbei war einmal mehr der August mit 22 Badetagen.
Durchwachsene Bilanz
Für Christian Lechner vom Freibad Weiz war die heurige Badesaison trotzdem "mittelmäßig durchwachsen": Während im Juli mehr als 50 Prozent weniger Gäste kamen als im Vorjahr, legte der August um 11.000 Besucher kräftig zu und so freute sich das Schwimmbad Weiz heuer über 49.100 Gäste - 2200 mehr als im Jahr zuvor, alle Kinder bis sechs Jahre noch gar nicht eingeschlossen.
Ähnlich sieht es im Gleisdorfer Wellenbad aus. Konnte man im Mai und August die Besucherzahlen mehr als verdoppeln, mussten im Juni und Juli Einbußen von 20.000 Personen hingenommen werden. Unterm Strich stünde, so Geschäftsführer Harry Pankesegger, aber trotzdem ein positives Ergebnis.
Der schlechte Juli habe dafür vor allem der Siniwelt zugesetzt. Selbst der Sandstrand und das Naturwasserbecken retteten das Freibad in Sinabelkirchen nicht vor einem leichten Minus. "Das war einer der schlechtesten Hochsommer seit Langem", klagt Bademeister Walter Hertnagel, der sich gemeinsam mit vier Mitarbeitern um das sieben Hektar große Areal kümmert.
Im Gegensatz dazu zeigt sich Peter Raith, Bürgermeister von Fladnitz, zufrieden mit der Anzahl an Badegästen: 300 Personen mehr als 2010 strömten in das solarbeheizte Familienbad im Almenland.








