"Die mentale Stärke hat nicht jeder"
Einen Weltrekord im Sport aufzustellen, ist wohl nur wenigen Menschen vorbehalten. Wenn es dann auch noch Behindertensportler sind, die die Rekorde aufstellen, ist es etwas ganz Besonderes. Der Sportwissenschaftler Gerald Schlemmer initiierte zu diesem Thema eine Podiumsdiskussion in Weiz. Ex-Marathon-Läuferin Eva-Maria Gradwohl nahm genauso daran teil wie Sportpsychologe Johannes Gosch und Sportmediziner Helmuth Ocenasek.
Als Aufhänger der Diskussion diente der aufgestellte Weltrekord von vier Handbikefahrern aus Vorarlberg beim Race Across Australia. Das Quartett absolvierte die 4031 Kilometer Distanz bei etwas mehr als 13.000 Höhenmetern in knapp sechs Tagen und zehn Stunden.
Die Weltrekordler waren zwar nicht anwesend, dafür beteiligte sich Handbike-Nationalteam-Mitglied Manfred Putz am Gespräch. Der einführende Vortrag von Helmuth Ocenasek war noch gar nicht zu Ende, gab es schon die ersten Wortmeldungen aus dem Publikum - welchen Sinn es habe, den Körper so zu fordern und wie man die Anstrengungen als Arzt überhaupt verantworten könne. "Das sind ganz besondere Menschen, die ihre Grenzen ein Stück weit hinausschieben wollen", entgegnete der Sportmediziner. Eva-Maria Gradwohl war derselben Meinung: "Diese Leute sind bewundernswert und Sport kann außerdem nie schlecht sein", sagte sie. Johannes Gosch wies auch auf die notwendige mentale Stärke hin - das könne nicht jeder. MARTIN MANDL







