Linz schockte den GAK in seinem Freudentaumel
Der GAK siegte 4:1, aber Blau Weiß Linz drehte ein 0:2 in St. Florian um. Weiz steigt fix ab, Leoben und Gleinstätten bleiben in der Regionalliga.

Foto © GEPARoland Kollmann traf drei Mal für den GAK beim 4:1 in Weiz
Zwischen Himmel und Hölle liegen beim GAK elf Minuten. So lange brauchte Blau Weiß Linz nämlich, um einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg bei St. Florian umzuwandeln. In der 86. Minute traf Ernst-Marco Koll zum späten Sieg für die Linzer, die somit in der Tabelle vor dem GAK und auf dem Relegationsplatz liegen. Nach einem Gestocher erzielte der Verteidiger den Siegestreffer vor rund 1000 Zusehern. Als der Spielstand im Weizer Stadion über den Lautsprecher verkündet wurde, hatten die Grazer schon mit 4:1 gesiegt. Die Nachricht riss die rund 1200 mitgereisten Grazer aus ihrer Siegesfeier. "Das ist ein Schock", sagt der sichtlich zu tiefst enttäuschte GAK-Kapitän Christian Deutschmann. Kein Wunder, lagen die Athletiker doch bis zu diesem Zeitpunkt noch vor den Linzern.
Weiz - GAK 1:4. Noch-GAK-Trainer Peter Stöger ging offensiv mit drei Stürmern in die Partie und das zahlte sich aus. Die spielerisch stärkeren Athletiker dominierten über weite Strecken, Weiz hielt aber auch in aussichtsloser Position noch wacker dagegen. Zum Mann des Spiels wurde ganz klar Roland Kollmann. Der Stürmer traf gleich drei Mal: "Wenn du zwei Runden vor Saisonschluss es nicht selbst in der Hand hast, ist es sehr schwer, Meister zu werden." Sein Trainer Peter Stöger war da schon optimistischer: "Wir haben alles richtig gemacht und es war eine tolle Leistung. Es bleibt noch eine Partie. Die gewinnen wir." Weiz muss nach der Niederlage den Gang in die Landesliga antreten. Trainer Martin Amerhauser wird den Oststeirern wohl auch in der vierten Liga die Treue halten.
MARTIN MANDL
Gleinstätten - Voitsberg 5:0. Mit dem Schützenfest über den Fixabsteiger entledigten sich die Südsteirer auch der theoretischen Abstiegsgefahr. Trainer Toni Ehmann: "Der Klassenerhalt alleine war nicht unser Ziel. Ich will den einstelligen Tabellenplatz halten. Die volle Konzentration gilt der letzten Runde gegen die Sturm Amateure."
CHRISTOPH SUDY
DSV Leoben - Wels 4:0. Leoben hat es mit dem klaren Sieg geschafft und wird in der Regionalliga bleiben. Bei extremen Windverhältnissen ließ Trainer Gregor Pötscher seinen Spieler rotieren, der Gegner kam aus dem Konzept. Sturm Am. - A. Klagenfurt 3:1. Nach dem umjubelten Sieg lebt bei den Amateuren noch die Chance auf den Klassenerhalt. Zwar ist man auf Schützenhilfe angewiesen, die Pflichtaufgabe wurde aber erfüllt. Die Grazer spielten mit der jüngsten Mannschaft der Saison stark auf und siegten durchaus verdient.









