Wer will mich? Bulls suchen eine Liga
Bulls Weiz schließen eine Nationalliga-Teilnahme vorerst aus.
EISHOCKEY. Schon vor drei Jahren, als die Bulls Weiz Oberliga-Meister geworden waren, spukte das Thema Nationalliga in Weiz herum. "Finanziell unmöglich", sagt der damalige Sektionsleiter Andreas Hofer. Die Fahrten nach Vorarlberg könne kein Amateurverein stemmen.
Vor drei Wochen rang sich der Verband durch, die Nationalliga in eine Ost- und Westliga zu teilen. Da es im Grunde keine Voraussetzung für die Teilnahme gibt, geht die Diskussion also in eine neue Runde. Werner Gauster, neuer Sektionsleiter der Bulls, winkt sofort ab. "Wir bräuchten dafür ein Budget von etwa 400.000 Euro. Man muss ja auch das Team verstärken, weil man sonst jedes Spiel haushoch verliert." Außerdem gäbe es keine passenden Spieler auf dem Markt.
Die Teilung der zweithöchsten Spielklasse macht die Nationalliga für andere Klubs aus dem Osten Österreichs interessant. Definitiv für eine Oberliga stimmten zuletzt gar nur noch Weiz, die Oilers Salzburg sowie die Farmteams der 99ers und Villach. "Eine Oberliga mit vier Teams ist uninteressant. Wir müssen uns etwas überlegen", weiß Gauster.
Doch wie sehen die Alternativen aus? Der Funktionär baut auf Amstetten, Eisenstadt, St. Pölten, Stockerau oder Wels. "Sollten dem Verband die Verhandlungen nicht gelingen, müssen wir wohl selbst an Vereine herantreten." Ansonsten bleibt nur der Gang in die Viert- oder Fünftklassigkeit. M. MANDL









