Die sauberste Fabrik der Welt
Treffen im Wald: Landwirtschaftskammer lud Unternehmer, die mit Holz arbeiten, ein, gemeinsam einen Spaziergang durch den Wald zu machen. Serviert wurden allerlei Informationen.

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Der Wald hat sich fein herausgeputzt: Frisch gewaschen glänzen die hellgrünen Blätter, die Morgensonne blinzelt hindurch und der Weg ist weich gepolstert mit Nadeln und ein bisschen Gatsch. "Herzlich willkommen in der saubersten Fabrik der Welt", sagt Josef Krogger vom Forstreferat der Landwirtschaftskammer in Weiz.
"Herzlich willkommen" geheißen wird eine bunt gemischte Gruppe: Waldbesitzer, Tischler, Sägewerksbetreiber, Zimmerer und Funktionäre der Wirtschaftskammer, kaum zu erkennen in ihrer Freizeitkleidung. In der Woche der Landwirtschaft hatten Bezirkskammer, Maschinenring und Waldverband Weiz über die Wirtschaftskammer Unternehmer eingeladen, sich anzuschauen, wo das Rohmaterial, mit dem sie arbeiten, herkommt.
Serviert werden neben der guten Luft Daten und Fakten. Im Wald von Peter Kulmer etwa zeigt Krogger, was im Wald alles wachsen würde, würde man es nur zulassen. Auf einer Fläche von zwei Mal fünf Metern hat man den natürlichen "Nachwuchs" gezählt. Krogger: "Acht Baumarten kommen vor und hochgerechnet auf einen Hektar 108.000 Pflanzen." "Biologische Automation" wird das System genannt, bei dem man dem Nachwuchs nur genügend Licht zur Verfügung stellt. Das seien so viele Bäume, dass selbst die Schäden durch Wildverbiss getragen werden könnten. "Natürlich nur, wenn man eine ausreichend große Fläche zur Verfügung hat", sagt Krogger.
Wie man einen Baum in einem so dichten Geflecht fällt, ohne andere Bäume zu beschädigen, zeigte schließlich Hubert Klammler, der den Wipfel punktgenau am Forstweg landen ließ.
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Kommentar
FAKTEN
Die Woche der Landwirtschaft steht heuer im Zeichen des Waldes. Motto: "Holz statt Atome spalten - Wald, die sauberste Fabrik der Welt."
Ein Viertel des Waldes in Österreich wächst in der Steiermark.
Im Bezirk Weiz ist rund die Hälfte der Fläche mit Wald bewachsen. 78 Prozent davon ist Nadelwald. Rund 82 Prozent davon ist "Kleinwald", bis 200 Hektar im Besitz von Privaten.








