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Zuletzt aktualisiert: 22.02.2011 um 20:30 UhrKommentare

Böse Überraschung durch Milben

Sind die Bienen nach dem Winter spurlos verschwunden, hat meist die Varroamilbe zugeschlagen. Auf der sicheren Seite sind die Imker, wenn sie den Schädling rechtzeitig bekämpfen.

Sobald sich nach dem Winter die ersten warmen Tage einstellen, zieht es nicht nur die Menschen ins Freie. Auch die Bienen schwirren zum ersten Mal aus. Immer wieder erlebt so mancher Imker dabei eine böse Überraschung. Und zwar dann, wenn keine Biene aus dem Bienenstock fliegt. Bei genauerer Nachschau zeigt sich dann, dass alle Tiere verschwunden sind.

Grund für dieses scheinbar mysteriöse Verschwinden der Bienen ist die sogenannte Varroamilbe (siehe Infokasten). "Das Bienenvolk betreibt Nestflucht, wenn es von der Milbe befallen ist. Es fliegt aus, um anschließend im Freien zu sterben. Das Resultat ist, dass keine Biene mehr da ist, das Futter aber schon", erklärt Werner Kurz, Obmann der Imker im Bezirk Hartberg. Zwar ließe sich die Milbe in jedem Volk finden, weiß auch Josef Gruber, Obmann der Imker im Bezirk Weiz, bei richtiger Behandlung droht aber keine Gefahr.

Behandelt werden die Bienenstöcke dabei mit Ameisen- oder Oxalsäure. Das erste Mal nach der Erntezeit im Juli oder August. "Im November ist dann eine Nachbehandlung notwendig", sagt Gruber. Sein Kollege aus Hartberg ergänzt: "Beginnt man damit zu spät oder ist man zu ungenau siegt die Milbe."

Der Schädling nistet sich in die Brut ein. Wird er nicht bekämpft, breitet er sich immer weiter aus. "Ist der Befall stark, kann es sein, dass in einer Brutzelle drei bis fünf Milben zu finden sind", sagt der Weizer Bezirksobmann. Bei starkem Befall breiten sich die Milben dann weiter auf die Bienen aus. "Wenn die Milben einmal auf den Bienen sind, kann man sie auch sehen", so Gruber.

Keine Gefahr

Für Honigkonsumenten besteht allerdings kein Grund zur Sorge. "Der Honig ist nie mit irgendwelchen Mitteln konfrontiert. Mit der ersten Behandlung gegen die Varroamilbe beginnen wir schließlich erst nach Abschluss der Ernte", beruhigt Kurz alle, die gerne Honig essen.

SUSANNE PREISS

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