Wer erhält Kesselfall, Raabklamm und Bärenschützklamm?

Foto © LR Peter WagnerNur solang es keine Unwetter gibt, ist die Bärenschützklamm ohne fremde Hilfe finanzierbar
Gut 7000 Euro mussten im Vorjahr in die Raabklamm (unweit von Weiz) investiert werden. "Gewöhnliche Sanierungsmaßnahmen", wie Franz Schlögl vom Alpenverein betont. Die Hälfte des Geldes zahlte das Land, die andere Hälfte wurde von den sechs Raabklammgemeinden aufgebracht. Ein System, das hier gut funktioniert. "Jedes Jahr übernimmt eine andere Gemeinde die Sanierungskosten. So sind wir immer gut unterstützt." Ohne die ehrenamtliche Tätigkeit der vielen freiwilligen Helfer wäre der Erhalt der größten österreichischen Klamm dennoch schwierig.
Erspartes weg
Das Problem kennt man auch in der Bärenschützklamm bei Mixnitz. Jedes Jahr im Frühling werden rund 700 unbezahlte Arbeitsstunden getätigt, um die Klamm aus dem Winterschlaf zu holen. 3,50 Euro Eintritt zahlt man als Besucher während der Saison. "Aus diesen Geldern finanzieren wir die Reparaturen", sagt Hans Jantscher. Heuer müssen die Geländer erneuert werden. "Da geht das ganze Ersparte wieder drauf." In Jahren schwerer Unwetter oder Stürme käme man ohne Mittel aus dem Katastrophenfonds aber nicht aus.
Etwas anders ist es in der Kesselfallklamm bei Semriach. "Sie liegt am Grundstück des Sandwirts", so Andrea Gottlieb vom Tourismusverband. "Und er ist gemeinsam mit Gemeinde und Alpenverein daran interessiert, die Klamm zu erhalten." HK








