Türl zu und dann ist Schluss
Thannhausener streitet mit seiner Gemeinde wegen Schneehaufen.
THANNHAUSEN. Jedes Jahr das Gleiche, meint Josef Daniel aus Thannhausen mit Blick auf den Schneehaufen vor seinem Haus, das auf direktem Weg von der Weizer Goethegasse in Richtung Landscha liegt.
"Schon im vergangenen Jahr hat die Gemeinde Thannhausen beim Schneeräumen den Schnee dort liegen gelassen, wo mein Privatweg an den Gemeindeweg grenzt", erzählt Daniel. Das Problem: Josef Daniel ist behindert und muss öfters von der Rettung ins Krankenhaus geführt werden. "Und wegen dem Schneehaufen kann die Rettung bei mir nicht umdrehen", sagt der Pensionist. Auch Taxilenker weigerten sich, dort umzudrehen, weshalb er den weiteren Weg über Landscha zahlen musste.
Deshalb wird Daniel - gezwungenermaßen, wie er betont - sein Tor, das den Gemeindeweg vom Privatweg abtrennt, schließen. "Dann müssen Schüler und Wanderer über den Schneehaufen klettern. Aber darüber können sie sich bei der Gemeinde Thannhausen beschweren", so Daniel.
Bürgermeister Gottfried Heinz kann die Aufregung nicht verstehen. "Wir haben zugesagt, dass wir den Schnee wegräumen werden. Nur mussten wir ihn anfangs nach unten schieben, weil so viel Schnee gefallen ist", sagt Heinz.









