Noch immer eng
Kritik am Ausbau der Weizklamm: Warum, fragen sich manche Leser, ist die Engstelle nur teilweise und nicht komplett beseitigt worden?
Voll freudiger Erwartung war so mancher, als er zum ersten Mal nach der Sperre die Weizklamm durchfuhr. Hieß es doch, die letzte Engstelle werde beseitigt oder zumindest entschärft sein. Die Enttäuschung allerdings war groß und schlug bei manchem in Wut um, wie bei einem Kleine Zeitung-Leser: "Da sind wir sechs Wochen über den Gösser gefahren und dann hat man das wieder nicht anständig gemacht. Warum hat man nicht die ganze Engstelle beseitigt, wie es ursprünglich geheißen hat?"
Man habe, heißt es aus dem Büro von Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder, ursprünglich im Überschwang von einer Beseitigung der Engstelle gesprochen, dies aber in späteren Meldungen auf "Entschärfung" relativiert.
Die Engstelle, an der zwei Autos nicht aneinander vorbeikommen, besteht also nach wie vor, sie wurde aber von 70 auf 30 Meter verkürzt. Durch die Absprengung des Felsens habe sich die Sicht so verbessert, dass man nun sieht, wenn Gegenverkehr kommt.
Eine völlige Beseitigung der Engstelle sei aus naturschutzrechtlichen und geologischen Gründen nicht möglich gewesen. Zum einen sei das Gestein in diesem Bereich instabil, hätte man mehr gesprengt, drohte ein Abrutschen des gesamten Hanges.
Zum anderen sei der Fels dort rippenartig aufgebaut, was für ein spezielles Kleinklima sorge. Dieses Kleinklima trage dazu bei, dass in der Weizklamm seltene Pflanzenarten wie die Hopfenbuche wachsen.
Die Weizklamm war von 8. September bis 14. Oktober gesperrt, die Arbeiten kosteten rund 200.000 Euro.








