Nun treten die Gegner auf den Plan
Nachdem Werber für das geplante Einkaufszentrum in der Weizer Innenstadt in Konkurs gegangen ist, sind die Grundstücke zwischen Europa-Allee und Birkfelder Straße heiß umkämpft.
Wieder einmal war im Weizer Gemeinderat das geplante Einkaufszentrum in der Innenstadt von Weiz ein Thema. Und diesmal konnte Bürgermeister Helmut Kienreich wirklich Neues berichten, auch wenn dies Befürwortern des Einkaufszentrums nicht gefallen sollte: Das Unternehmen, das sich um die Errichtung dieses Zentrums bemüht hatte, sei in Konkurs gegangen, sagte Kienreich.
Es würden zwar laufend neue Interessenten anklopfen, aber auch Gegner des Zentrums würden massiv auftreten. Und zwar nicht nur mit Worten, sondern auch mit dem Kauf der Grundstücke, die für das Einkaufszentrum benötigt werden. Diese aktiven Gegner kämen auch aus dem Umfeld von Weiz und seien Unternehmer, die Konkurrenz fürchten.
Für Heiterkeit sorgte ein Einwurf von Christian Faul auf die Frage, wie man die Kupferfassade des Kunsthauses verschönern könnte. "1982 hatte ein Villenbesitzer das gleiche Problem mit einer Kupferfassade. Er hat sie mit dem Urin einer trächtigen Stute behandelt - so ist sie schön grünspanig geworden. Aber der Arbeitsaufwand . . .! Kein Schmäh!", bekräftigte Faul, nachdem das Gelächter im Saal nicht verstummen wollte.
Bei einem EU-weiten Mobilitätsprojekt (Urbact II) mit weit größeren Partnerstädten hat Weiz die Projektführung übernommen: Jede Partnerstadt, etwa Riccione (Italien), Skanderborg (Dänemark), Serres (Griechenland), Norderstädt (Deutschland) oder Lugo (Spanien) entwickelt Maßnahmen, um den Verkehr einzudämmen, beziehungsweise die Menschen zu bewegen, mehr zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren.
In Weiz könnte das Folgendes sein: "Etwa mit Firmen kooperieren, die ihre Mitarbeiter belohnen, wenn sie ihr Auto stehen lassen", sagt Barbara Kulmer als ein Beispiel dafür. Die einzelnen Konzepte werden so weit veröffentlicht, dass alle Städte in der EU Zugriff auf die Ergebnisse haben. "Und natürlich wollen wir auch Maßnahmen umsetzen, Papier allein ist zu wenig", sagt Kulmer.
Weiters beschloss der Gemeinderat die Errichtung einer Fotovoltaikanalge am Dach der Stadthalle Weiz. Sie soll 120.000 Kilowattstunden produzieren und so den Gesamtbedarf der Schulen in der Europa-Allee decken können.
Eine Machbarkeitsstudie soll klären, ob Krottendorf und Weiz gemeinsam ein Sportzentrum in Krottendorf errichten sollen und wie dies aussehen könnte. Gedacht ist an einen Profi- und einen Amateurplatz. Sollte ein Kunstrasenplatz sinnvoll sein, kann sich Kienreich diesen nur als Regionsprojekt vorstellen.









