FPÖ-Wahlkampfabschluss vor rund 200 Personen in Weiz
200 Interessierte sind am Freitag nach Weiz gekommen, um beim Wahlkampfabschluss dabei zu sein. Strache und Kurzmann thematisierten die Punkte Islam, Asylwerber, Arbeitsmigranten und die Griechenland-Kredite.

Foto © Herwig HeranUnterstützung gab es für den steirischen Spitzenkandidaten Gerhard Kurzmann von Bundesobmann Heinz-Christian Strache
Die steirische FPÖ mit ihrem Spitzenkandidaten Gerhard Kurzmann beendete mit Unterstützung von Bundesobmann Heinz-Christian Strache am Freitag am frühen Nachmittag am Hauptplatz der oststeirischen Industriestadt Weiz ihren Landtagswahlkampf. Rund 200 Interessierte - laut Polizei-Einsatzleiter - waren gekommen, um den Ansprachen zu lauschen, die mit einer Dreiviertelstunde jedoch relativ kurz ausfielen. Strache und Kurzmann fuhren die Themen Asyl, Islam und Kriminalität ausgiebig; am Rande der Veranstaltung hatten sich einige Demonstranten eingefunden. Zwischenfälle gab es keine, enthusiastische Stimmung allerdings auch nicht.
FPÖ-Pressekonferenz in Weiz
Kurzmann konzentrierte sich in der SPÖ-dominierten Stadt auf die freiheitlichen Hauptthemen Ausländer und Islam: "Das Boot ist voll." Er wolle Kirchenglocken statt Muezzins hören, so Kurzmann, der dazwischen thematische Ausflüge nach Deutschland unternahm, in dem er "die linke Feministin" Alice Schwarzer und Buchautor Thilo Sarrazin als Kronzeugen gegen Burka und Islam aufrief. Dann folgte der zweite Themenblock, nämlich dass Kredite und Haftungen für Griechenland lieber in Jobschaffung in Österreich fließen hätte sollen. Schließlich warnte Kurzmann vor tausenden schlecht bezahlten Ungarn und Slowenen", die ab Mai nächsten Jahres "unsere Leute vom Arbeitsmarkt verdrängen".
Strache schloss direkt daran an und erklärte u.a. wie schon bei allen vorangegangenen Veranstaltungen, dass mit dem Auslaufen der Übergangsfristen "1,5 Millionen Arbeitslose" aus dem Ostenkommen würden. Dann kam er auf das Sicherheitsthema zu sprechen: "Während man hier am Hauptplatz steht und mit Freunden plaudert, kann man nicht mehr sicher sein, dass beim Heimkommen das Haus nicht leer ist". Das Wort richtete er auch an die Gegendemonstranten, die zu Beginn der Veranstaltungen lautstark gerufen und geschimpft hatten, dann aber von der Polizei beruhigt worden waren: "Wenn ich euch so anschaue, wünsch' ich mir fast anständige, fleißige Zuwanderer. Macht's a bissl mehr Lärm, damit ihr das Geld wert seid's, das man euch gezahlt hat."
Autogramme und Handyfotosy
Während der Veranstaltung floss übrigens der Pkw-, Lastwagen und Traktorverkehr an einer Seite des Hauptplatzes ungestört weiter, in den Cafes waren beim schönem Herbstwetter noch Plätze zu haben, auch Parkplätze waren mühelos zu finden. Begehrt waren nach dem Ende der Veranstaltung Autogramme und Handyfotos gemeinsam mit Strache, Kurzmann gab derweil ein Radiointerview im Schatten der Säule am Hauptplatz. Das FPÖ-Duo fuhr dann weiter zu kleineren Veranstaltungen ins nahe Gleisdorf und in die Weststeiermark.
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