Andritz AG: Das Chef-Karussell dreht sich
Der Anlagenbau-Konzern Andritz AG hängt sich voll ins Jahr 2011. Im Vorstand gibt es Kompetenzwechsel.

Foto © Andritz AG, Andreas Hofer
Die Verbesserung der Kennzahlen ist markant. Die Andritz AG aus Graz, Hersteller von Anlagen für die Maschinen-, Chemie-, Papier/Zellstoffindustrie, Ausstatter von Stahlwerken und Wasserkraftanlagen und im Segment von Umwelt- und Futteranlagen tätig, hat das Krisenjahr 2009 zur Optimierung genutzt. Das hat einiges gekostet, sich im Ergebnis niedergeschlagen. 2010 schaut schon weitaus besser aus.
Im ersten Halbjahr blieb zwar der Umsatz mit 1,6 Milliarden Euro gleich wie 2009, das Ergebnis im Konzern verbesserte sich um 95 Prozent auf 67 Millionen Euro, hat sich also praktisch verdoppelt. Der Auftragseingang stieg mit 2,3 Milliarden Euro um 35 Prozent. Der Zuwachs kommt u. a. vom Ilisu-Projekt in der Türkei und von einer dreistufigen Kraftwerkskette in Kanada.
Für 2011 werden bereits die Weichen gestellt. Im Vorstand des Konzerns kommt es zu Veränderungen. Als Vorsitzender verwaltet Wolfgang Leitner die zentralen Gruppenfunktionen (wie Controlling, Rechnungswesen, Investor Relations, Recht). Aus dem Vorstand scheidet Franz Hofmann aus, seit 1999 im Gremium. Er kam damals von SMS Schloemann-Siemag und geht mit 31. März in den Ruhestand. Neu in den Vorstand kommt Wolfgang Semper, der seit 2000 die Division Large Hydro (Großwasserkraftwerke) bei der VA Tech Hydro in Weiz leitet, die seit 2006 zum Andritz-Konzern gehört. Friedrich Papst und Semper verantworten gemeinsam das Geschäftsfeld Hydro und den Bereich Automation. Papst, bisher zuständig für Hydro und Biotreibstoffe, übernimmt zusätzlich den Bereich Metalle. Humbert Köfler bekommt als Vorstand Service & Systemlösungen im Bereich Papier, weiters den Sektor Umwelt zugeschlagen. Karl Hornhofer ist mit Köfler nun auch für Neuanlagen in der Zellstoff/Papierindustrie zuständig.
Bis auf den Sektor Metals, abhängig von Investitionen in der noch zurückhaltenden Stahlindustrie, laufen alle Bereiche auch im zweiten Halbjahr positiv, berichtet Leitner.








