Den Pilzen fehlt zurzeit das Wasser
Die Schwammerl in den Wäldern der Region lassen noch auf sich warten. Kurze Regengüsse reichen nicht - nur ein Landregen bringt die Pilze zum Sprießen.

Foto © APHat der Waldeigentümer nichts dagegen, dürfen zwei Kilo Pilze am Tag gesammelt werden
Trockene Böden in den Wäldern sind Hauptursache für ein geringes Pilzwachstum. Diese schlechten klimatischen Bedingungen versetzen Herrenpilze, Eierschwammerl und Parasol auch im Bezirk Weiz in einen Dornröschenschlaf. "Nur in kleinen Mengen wurden bisher Speisepilze gefunden. Es ist momentan viel zu trocken", klagt Förster Franz Schaffler aus Weiz.
Laut dem Pilzexperten Alfred Aron vom Landesmuseum Joanneum in Graz wäre jetzt ein klassischer Landregen gefragt: "Pilze benötigen genug Feuchtigkeit, um ihren Fruchtkörper zu bilden. Einige kurze Regengüsse wie in den letzten Tagen reichen da einfach nicht aus. Aber wenn das Wetter passt, wachsen sie sogar bis Ende September." Für Pilzfreunde ist also das heurige Jahr noch keinesfalls verloren. Wachsen die Schwammerl, ist aber beim Klauben einiges zu beachten. "Pilze sollten abgeschnitten oder aus der Erde vorsichtig herausgedreht werden. Wichtig ist vor allem, dass man die Fundstelle mit Erde oder Laub zudeckt, damit das Mycel nicht austrocknet. Dann kann man sicher sein, dass an dieser Stelle wieder ein Pilz wächst", erklärt Aron.
Das Schwammerlsuchen in der Steiermark bleibt weiterhin gratis. Nur auf der Koralm kostet eine Schwammerl-Lizenz 45 Euro pro Jahr. Die Zwei-Kilogramm-Regelung geht auf ein Bundesgesetz zurück: Es besagt, dass man bis zu zwei Kilogramm Schwammerl sammeln darf, wenn es der Waldbesitzer nicht verbietet.
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RUND UM DEN PILZ
Mycel ist die Gesamtheit aller fadenförmigen Zellen (Hyphen) eines Pilzes.
Beliebte Speisepilze: Herrenpilze, Eierschwammerl und Parasol.
Vorsicht beim Sammeln: Der Verzehr von giftigen Pilzen kann sogar lebensbedrohlich sein.









