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Zuletzt aktualisiert: 11.06.2010 um 20:16 UhrKommentare

Immer im Bad und doch nie im Wasser

Die Sonne brennt, das kühle Nass ist vor ihrer Nase und sie schauen zu: Heinzelmännchen, die dafür sorgen, dass der Tag im Bad perfekt ist.

Foto © AP

Johann Stockner steigt mit seinen Schlapfen im Gestrüpp herum, angeleitet von den Anweisungen der Kinder rund um ihn. Er sucht einen Tauchring, der sein Ziel verfehlt hat. Obwohl das eigentlich nicht der Job eines Bademeisters im St. Ruprechter Flussbad ist, tut er es dennoch: "Man kann die Kinder barfuß da ja nicht reinlassen", sagt er. Stockner ist an Sonnentagen immer im Bad: "Montag bis Sonntag, von 7 bis 19 Uhr, oft auch länger", sagt er.

Schnelle Dusche

Seinen Weizer Kollegen Christian Ponsold treffen wir in der "Kommandozentrale", einem Pavillon zwischen den Becken, an, während sein Kollege die Runde dreht. Heiß ist hier, aber "mehr als eine Dusche zum Abkühlen ist nicht drin" sagt er. Dafür tropft Herbert Holzerbauer, dem Bademeister von Anger, noch das Wasser von der Nase, als wir ihn besuchen. Aber das ist kein Problem, es ist Vormittag, und die paar Erwachsenen im Bad muss er nicht beaufsichtigen. Der 70-Jährige macht den "Badewaschl" als Freundschaftsdienst für den Bürgermeister: "Weil ich bin sowieso immer im Bad", sagt er.

Ruhig ist es am Vormittag auch noch in Birkfeld, wo Franz Reithofer, sonst Schulwart, plötzlich zum Bademeister geworden ist: Wie seine Kollegen ist er Kassier, Qualitätsmanager fürs Wasser und muss immer ein Auge auf die Gäste haben.

Ein waches Auge und Pflaster braucht Wolfgang Riegler, einer der drei Bademeister in Gleisdorf. "Einige Meter Pflaster pro Saison brauchen wir schon", sagt er. Bis zu 3000 Gäste kommen an Spitzentagen ins Bad. Ein Abstecher ins Wasser geht sich da nur "nach Dienstschluss aus. Wenn es heiß ist, ist das hart, aber mir macht die Arbeit Spaß", sagt er.

Ab 20 Grad Lufttemperatur ist Alois Sampl gestellt. Er geht in seine 15. Saison als Bademeister in Markt Hartmannsdorf. Sampl kennt seine Schwimmer, die schon in der Früh ihre Runden ziehen - und richtet, wie viele seiner Kollegen, seinen Dienstschluss nach den Gästen.


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