Was wollen die Chefs?
Lehrlinge sollen höflich und interessiert sein, Mathe und Deutsch können.
Was verlangt die Wirtschaft von angehenden Lehrlingen und was kann die Schule tun, um ihnen diese Kompetenzen beizubringen? Dieser Frage gingen Bildungsexperten, Schuldirektoren und vor allem Vertreter der Wirtschaft bei der Veranstaltung "Was Lehranfänger können soll(t)en" in der Weizer Wirtschaftskammer nach. Veranstalter des Abends war die Weizer Informations- und Beratungsinitiative (IBI). Referenten waren der Bildungsexperte Peter Härtel, Geschäftsführer der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft (STVG) und Mitglied der Expertenkommission des Bildungsministeriums "Zukunft der Schule" und Landesschulinspektor Hermann Zoller.
Härtel stellte eine Befragung unter 300 steirischen Betrieben vor. Darin wurde erfasst, welche Branchen welche Fähigkeiten fordern und inwieweit Lehrlinge diesen Anforderungen genügen (siehe auch Seite 26). Die Diskrepanz sei vor allem in Mathematik und Deutsch riesig. Wesentlich seien auch Höflichkeit oder das Zuhören können. Die STVG hat Anforderungen an Lehranfänger nach Wichtigkeit und Branche sortiert. Das Handbuch kann man bei der STVG anfordern. Tel. (0316) 830 260.
Zoller outete sich als Verfechter der Gesamtschule und Fan der Finnen: In den Schulen würden Grundkenntnisse nicht gelernt, sondern richtig trainiert.








