"Reformstau" in der Kirche soll gelöst werden
"Wir sind Kirche" lud zu Treffen: Nach einer Diskussion über die Sexualmoral in der Kirche, Zölibat und fehlende Spiritualität wurde einstimmig eine Resolution verabschiedet.

Foto © SCHERIAU Peter Hager von der Plattform "Wir sind Kirche"
GRAZ. Die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche waren der Auslöser. "Jetzt soll der Reformstau gelöst werden", sagte Peter Hager von der Plattform "Wir sind Kirche". Aus diesem Grund versammelten sich Montagabend im Saal der Pfarre Graz-Gösting knapp 100 Reformkräfte, Vertreter von Basisorganisationen und der Diözese. Nach einer Diskussion über die Sexualmoral in der Kirche, Zölibat und fehlende Spiritualität wurde einstimmig eine Resolution verabschiedet. "Die Diözesanvertreter haben sich aber enthalten", so Hager.
"Angesichts der dramatischen Entwicklung in der katholischen Kirche ist eine tief greifende Reform der Kirche unumgänglich", heißt es. "Deshalb appellieren wir an unseren Diözesanbischof, einen synodalen Weg zu beginnen. Alle Gläubigen müssen in diesen Prozess eingebunden werden und mitbestimmen können. Dieser Weg soll in eine Diözesansynode münden." Der Mitinitiator der "Weizer Pfingstvision", Fery Berger, sprach vom Bemühen um eine große Breite bei Reformüberlegungen. In 14 Tagen will man sich erneut treffen.
Diözesansprecher Georg Plank kündigt einen "strukturierten Gesprächsprozess" an, der "hoffentlich in einen Reformprozess mündet". In den nächsten Wochen werde überlegt, wie ein solcher aussehen könne.









