Blumige Wege durch die Region
Hirschbirn- und Apfelblüte locken derzeit die Oststeirer in die Natur. Viele Wander- und Radwege führen an den schönen Obstgärten vorbei. Auch für Kinder gibt es ein großes Angebot.
Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust. Entwickelte es sich doch in den vergangenen Jahren zu einer richtigen Trendsportart. Denn immer mehr Oststeirer stecken am Wochenende ihre Füße in die Wanderschuhe. Und während die Obersteiermark mit schroffen, hohen Felswänden lockt, setzt man in den Bezirken Hartberg und Weiz auf Genuss und Entschleunigung. "Gerade jetzt zur Blütezeit ist das Apfelland besonders schön", weiß Eva Pataki vom Tourismusregionalverband Oststeiermark. So bietet etwa der Panoramaweg einen Rundgang mit Start und Ziel in Puch bei Weiz. Die rund 13 Kilometer lange Strecke, die mit rund dreieinhalb Stunden ausgeschildert ist, bietet aber auch architektonisch und lukullisch Reizvolles. Kommenden Sonntag, den 25. April, findet übrigens in Puch das jährliche Apfelblütenfest statt.
Das Schloss Pöllau ist ebenfalls Ausgangspunkt für unzählige Wanderungen. Ende April bis Anfang Mai besonders reizvoll ist dabei der Hirschbirnwanderweg. Er führt an zahlreichen blühenden Obstgärten vorbei. Außerdem wird am 24. April im Schloss der Pöllauer Genussfrühling begangen, bei dem man unter anderem eine Hirschbirnmostsuppe kosten kann.
Vom Waldhof Muhr gelangt man wiederum zum höchsten Punkt der Region, dem Masenberg. Die Gehzeit beträgt rund drei Stunden.
Auch für Familien hat die Touristikerin die ein oder andere Empfehlung parat: etwa eine Wanderung zum Schloss Herberstein. Von St. Johann bei Herberstein ausgehend durchwandert man die Feistritzklamm. Als Belohnung gibt es einen wundervollen Ausblick auf das Schloss - und die Möglichkeit, den Tierpark zu besuchen. Schön ist der Weg von Hartberg auf die Ringkogel-Warte. Der keltische Ringwall bietet aufgrund seiner exponierten Lage einen freien Blick über die ganze Oststeiermark.
Immer einen Ausflug wert ist auch die Teichalm. "Die Hütten haben schon offen", weiß Pataki. Spätestens Anfang Mai würde die Gegend zudem im saftigen Grün erstrahlen.
Doch auch für kleine und große Pedalritter hat die Region einiges zu bieten. "Der Feistritz- und der Raabtalweg sind jetzt nach dem langen Winter schon wieder trocken und befahrbar", weiß Pataki. Die Touren eignen sich vor allem für "Fahrradfrischlinge" und Familien, da die beiden Wege kaum Steigungen aufweisen.
Eine gute Alternative dazu ist auch die Fun-Energy-Tour die von Weiz ausgehend über St. Ruprecht, Fünfing, Gleisdorf, Sinabelkirchen und Unterfladnitz wieder zurück nach Weiz führt. Auf der 38 Kilometer langen Strecke, die geschottert oder asphaltiert ist, gibt es zahlreiche Buschenschanken und Gasthöfe. Zudem kann man etwa das Sonnensegel der Pichlerwerke, das Geminihaus, den Energiepark Feistritzwerke, das Forum Kloster und eine Schaubrennerei besichtigen. Wasserratten können ab Mai im Fluss- und Freibad St. Ruprecht oder im Energie-Erlebnisbad Weiz untertauchen. "Dieser Weg ist nicht sehr anstrengend, aber trotzdem abwechslungsreich", meint die Touristikerin.
Quer durch die Region
Unter dem Titel "Vom Rom der Steiermark über das Reich der Hirschbirne zu Peter Rosegger" führt die Genusstour entlang des Pöllauer Radwegs R 57. Ausgangspunkt ist dabei St. Johann in der Haide. Über Hartberg, Schildbach, Winzendorf und Pöllau geht es nach Birkfeld. Zu einem Abstecher laden die Altstadt von Hartberg, das Oldtimer Museum Kröpfl, die Ringwarte und das Schloss Pöllau ein. Also auf die Räder, fertigmachen und lostreten!








