Serieneinbrüche in Hartberg und Weiz geklärt
Polizei hob rumänisches Einbrecherduo aus, das in nur zwei Wochen 33 Mal in Hartberg und Gleisdorf eingebrochen hatten. Täter sind flüchtig.

Foto © Erwin Scheriau/Sujet
In wochenlanger Ermittlungsarbeit ist es Hartberger Kriminalisten gelungen, ein rumänisches Einbrecherduo auszuforschen, dem 33 Einbrüche zur Last gelegt werden. Die Täter verursachten einen Gesamtschaden von 50.000 Euro und sind derzeit auf der Flucht. In einem Punkt hatte die Polizei nämlich Pech: In Villach waren die beiden Männer nach zwei Einbrüchen Ende des Jahres bereits in polizeilichem Gewahrsam, wurden dann aber mit einer bedingten Strafe wieder entlassen. Dass die Rumänen zuvor 33 Mal in der Oststeiermark eingebrochen hatten, wusste niemand.
In einer einzigen Woche hatten der 33- und der 35-Jährige Anfang November von St. Johann in der Haide über Hartberg bis Buch-Geiseldorf 23 Mal zugeschlagen. Geknackt wurden Büros, Baucontainer, Kantinen und ein Nachtlokal. "Die Leute in der Gegend haben damals wirklich Angst gehabt", sagt Josef Gruber von der Kriminaldienstgruppe Hartberg, der den Fall mit seinem Kollegen Florian Schantl klärte.
Nachdem die Polizisten an der Hartberger Autobahnauffahrt ein Lager mit Diebsgut entdeckt hatten, wo neben der Beute (Digitalkameras, Kleidung und Lebensmittel) auch Schuhabdrücke der Täter und leer gerauchte Zigarettenpackungen sichergestellt wurden, ergab sich ein Zusammenhang mit zehn Einbrüchen in Gleisdorf. Dort suchten die Rumänen zwei Wochen nach ihrem Beutezug in Hartberg unter anderem einen Kindergarten und die Büros der Straßenmeisterei heim und stahlen einen Opel mit slowenischem Kennzeichen. Die Polizei machte wenig später auch bei Gleisdorf ein Versteck mit Diebsgut ausfindig. In wochenlanger Kleinarbeit verglichen die Hartberger Ermittler Spuren und Hinweise, schließlich spuckte die DNA-Datenbank einen Treffer aus: Jene beiden in Villach erkennungsdienstlich behandelte Rumänen waren die Gesuchten. "Als das Ergebnis der Auswertung unserer Spuren feststand, waren die beiden leider schon weg", sagt Gruber. Das Duo wird nun per Haftbefehl gesucht.







