Mehrwert für Südösterreich
In Deutschland baut Siemens 2000 Mitarbeiter ab, in der Steiermark und in Kärnten fährt der Konzern Erfolge ein.

Foto © ScheriauFür Geisswinkler entwickelt sich die Beschäftigungslage derzeit positiv
Die Strukturen sind bei Siemens Österreich in der Region Süd, zu der die Steiermark und Kärnten gehören, bereinigt. "Das führt zu einer klaren Straffung der Aktivitäten in den Bereichen Industry, Energy und Health Care", erklärt Gerhard Geisswinkler, 20 Jahre lang Leiter der Siemens-Niederlassung in Graz und nunmehr verantwortlich für die südliche Region. Während Siemens in Deutschland ankündigte, den Personalstand um 2000 Stellen zu verringern, erwartet Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer "aus heutiger Sicht" keinen weiteren Personalabbau. Seit 2009 verlieren bis Ende März in der Softwaresparte SIS 632 Beschäftigte ihren Job. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung in der Steiermark und in Kärnten, meint Geisswinkler, seien keine "Anpassungen" beim Personal notwendig, mit der Einschränkung "vorausgesetzt, die leichte Belebung im Industriegeschäft hält an". In der Umwelttechnik und im Energiebereich spricht der Präsident der steirischen IV, Jochen Pildner-Steinburg, von steigender Nachfrage. Bereiche, in denen Siemens stark unterwegs ist.
In der Steiermark beschäftigt Siemens 2300 Mitarbeiter, in Kärnten um die 300. Der Umsatz erreichte in der Niederlassung Graz 150 Millionen (Auftragseingang 120 Millionen), in Klagenfurt 40 (Auftragseingang 60). Der Gruppenumsatz, inklusive aller Standorte, kam in der Steiermark im Vorjahr auf 600 Millionen.
Ein großes Ziel hat Geisswinkler vor Augen: In der Region Süd will er die Wertschöpfung steigern, durch neue Konzern-Zentren, ähnlich dem Kernschneidezentrum in Weiz oder dem Kompetenzzentrum für Schienenfahrzeuge in Graz.







