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Zuletzt aktualisiert: 29.01.2010 um 22:00 UhrKommentare

Kages drängt auf Kooperation

Kages treibt Zusammenlegung der Leitungen der Spitäler Hartberg und Weiz voran. Nach Betriebsdirektion könnte die ärztliche Leitung dran sein.

Mit der Ernennung von Walter Eder-Halbedl zum "doppelten" Betriebesdirektor für die Landeskrankenhäuser Hartberg und Weiz, stellt die Kages eine weitere Weiche in Richtung der Schaffung interner Synergien. Der 55-Jährige ist nun für insgesamt 800 Mitarbeiter und ein 50 Millionen Euro schweres Budget verantwortlich. Kooperation zwischen benachbarten Spitälern sei das Thema der Zukunft, sagt dazu Kages-Vorstand Werner Leodolter. "Wir werden uns das Denken in Grenzen nicht mehr leisten können."

Das hat man bereits in Feldbach und Fürstenfeld gezeigt, wo die Anstaltsleitungen im Bereich Betrieb und in der Pflege mittlerweile zusammengelegt sind. Selbiges werde in absehbarer Zeit mit der ärztlichen Führung benachbarter Häuser passieren, sagt Kurt Resetarits, Leiter des LKH Hartberg. Und er findet das gar nicht schlecht: "Wir müssen das Schießschartendenken endlich aufgeben." In Weizer jedenfalls geht Klinikchef Karl Gruber mit Ende 2010 in Pension.

Nebenbei bemüht sich das LKH Hartberg um die weitere Absicherung des eigenen Standortes. Einer Herausforderung blicke man mit der für April geplanten Eröffnung einer psychiatrischen Ambulanz entgegen, sagt Resetarits. Diese wird als Projekt der Gesundheitsplattform nicht vom Haus geleitet, sondern ist als Außenstelle der Siegmund-Freud-Klinik angelegt. Dort stationär entlassene Patienten aus der Oststeiermark und dem Südburgenland sollen sich in Hartberg ambulant behandeln lassen können, der Weg nach Graz bliebe ihnen erspart.

Nachdem Hartberg auf Grund seiner Nähe zu Oberwart bei der Vergabe der Neurologie gegenüber Feldbach 2007 das Nachsehen hatte, konnte man sich die Psychiatrie sichern. Als Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen in der Region verstehe sich das neue Angebot jedoch nicht, versichert Resetarits. Wenn alles gut laufe, sei an die Einrichtung einer psychiatrischen Tagesklinik gedacht.

THOMAS PILCH

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