Eisglatte A 2: Pkw rammte Polizisten
Bei Absicherung der Unfallstelle gegen die Leitschiene geschleudert. Der 36-jährige Autobahnpolizist hatte Glück im Unglück: Beinbruch und Prellungen. Doch es war nicht der einzige Eisunfall.

Foto © AP/SujetDer schwer verletzte Polizeibeamte musste vom Notarzt ins LK Graz gebracht werden
Es war ein harmloser Sachschadenunfall auf der Südautobahn im Bereich der Auffahrt Gleisdorf-Süd, doch für einen Beamten der Autobahnpolizei Graz-West hätte er Donnerstagnacht um ein Haar tragisch geendet. Der 36-Jährige wurde auf der spiegelglatten Fahrbahn von einem nachfolgenden rumänischen Pkw - er war zu schnell und noch dazu auf Sommerreifen unterwegs - erfasst, durch die Luft und neben die Randleitschiene geschleudert, wo er schwer verletzt liegen blieb.
Autobahnpolizei
"Die beiden Beamten sind angekommen, ausgestiegen - dann war es auch schon passiert", berichtet ihr Chef Fritz Wilfling, Leiter der Autobahnpolizei Graz-West. Obwohl die Streife mit Folgetonhorn angekommen und mit eingeschaltenem Blaulicht abgestellt worden war, hatte ein 39-jähriger Rumäne die Unfallstelle zu spät gesehen. "Der Kollege, der gerade zum Unfallwagen gehen wollte und damit vor dem Streifenwagen war, hörte ein quietschendes Geräusch", so Wilfling. Dann musste er mitansehen, wie sein Kollege Mario M. aus Graz vom Fahrzeug erfasst und schwer verletzt wurde. Dennoch hatte der Beamte Glück im Unglück, er kam mit Brüchen des Mittelfußknochens und schweren Prellungen noch einigermaßen glimpflich davon. Im Unfallbereich kam es danach zu weiteren Sachschadenunfällen aufgrund des gefrierenden Regens, auch ein Rettungswagen wurde dabei touchiert.
Probleme mit Glatteis gab es Freitagvormittag auch wieder im Stadtgebiet von Graz, wo die Rettung bis zu Mittag 31 Gestürzte verarzten musste. "Von leichten Kopfblessuren bis zum Knöchelbruch war alles dabei", so August Bäck von Roten Kreuz. "15 Stürze hatten wir auch in Hartberg, vier in Voitsberg." Folgenlos blieb zum Glück das Glatteis im Großraum Deutschlandsberg, vor dem die Verkehrsteilnehmer in den Morgenstunden sogar per Radio gewarnt worden waren. "Bei uns gab es weder Unfälle noch Stürze", so ein Polizeibeamter. "Anscheinend wurde bei uns rechtzeitig gestreut."









