Aktiver Tierschutz zeigte Wanderschäfer an
Eine Beschwerde gegen Wanderschäfer Hans Breuer ließ am Donnerstag den Aktiven Tierschutz Steiermark aktiv werden: Dieser erstattete Strafanzeige gegen Breuer wegen Tierquälerei.

Foto © AuerHans Breuer
Der Vorwurf: Lämmer würden auf freiem Feld ohne Kontrolle geboren, wobei es sogar vorkomme, dass diese erfrieren. Weiters sollen geschwächte Jungschafe am Marsch zusammbrechen und liegen gelassen werden.
Für Amtstierärztin Barbara Fiala-Köck ist das eine schwierig zu beurteilende Angelegenheit: "Ich kann nur das zum Befund erheben, was ich selbst gesehen habe." Dass bei Zwillingsgeburten eines oder gar beide Lämmer tot auf die Welt kommen, könne immer wieder vorkommen. "Herr Breuer ist sicher kein absichtlicher Tierquäler, lebt er doch vom Verkauf der Lämmer." Das Problem sei, dass es in Österreich keine Gesetzgebung in Bezug auf Wanderschäfer gebe.
Deshalb hat die Amtstierärztin bereits eine Anfrage ans Land gestellt, damit Wanderschäfer gesetzlich ihren Niederschlag finden. "Wir brauchen ein Regulativ, damit wir jedem Anzeiger sagen können: So ist es. Leider fehlt das nach wie vor", bemängelt Fiala-Köck. Erfrorene Lämmer hat sie bei ihrem gestrigen Besuch der Herde jedoch keine gesehen.







