"Nationalliga ist derzeit für uns kein Thema"
Boss der Kapfenberg Bulls distanziert sich von den Aussagen seines Eishockey-Trainers Kjell Lindquist.

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Entwurf, Konzept, Einigung, oder bleibt doch alles beim Alten? Während die Kapfenberg Bulls in Zusammenarbeit mit ATSE Graz in den vergangenen drei Wochen ein Konzept für eine Nationalliga neu entworfen haben und sich der Nebel langsam zu lichten schien (die Kleine Zeitung berichtete), schaltet sich jetzt Bulls-Präsident Karl Thaller ein. "Wir haben klar aufgeteilte Kompetenzbereiche im Verein. Und Kjell Lindquist hat mit den Aussagen zur Nationalliga seinen Bereich eindeutig überschritten. Für uns ist das kommende Saison kein Thema", poltert er.
Seit der Neugründung des Kapfenberger Eishockeyklubs Mitte des Jahres existiert ein Dreijahresplan. "Natürlich ist die Rückkehr in die zweite Liga das mittelfristige Ziel. Das braucht aber Zeit. Es geht um die Infrastruktur, vom finanziellen Standpunkt erst gar nicht zu sprechen", stellt Thaller klar. Dieses Thema sei aber Sache des Vorstandes. "Der Trainer soll sich um das Sportliche kümmern." Dort ortet der Präsident noch Verbesserungsbedarf: "So lange wir so Eishockey spielen, wie zur Zeit, ist eine höhere Liga sinnlos." Er spricht dabei vor allem von den Spielen gegen Wels (2:8-Niederlage) und dem äußerst schmeichelhaften und zu hohen 11:5-Erfolg gegen Weiz vor zwei Wochen.
"Wir lernen derzeit erst Eishockey - in allen Bereichen", präzisiert Thaller. "Wir sind sportlich meilenweit von einem Aufstieg entfernt. Es besteht Handlungsbedarf, aber man muss für die übernächste Saison planen. Erst dann kann etwas entstehen." Laut dem Klub-Boss brauche aber alleine das Zusammenstellen einer schlagkräftigen, vorwiegend österreichischen Truppe Zeit.
Unabhängig von den Zukunftsplanungen treffen die Bulls heute um 20.30 Uhr auswärts auf die Salzburg Oilers. Am Dienstag (19Uhr) sind die 48er zu Gast in Kapfenberg. "Unterschätzen ist nicht zu empfehlen", sagt Thaller.







