Tropfen, Licht und Nadeln
Der Kopf dröhnt, die Nase rinnt, der Hals kratzt? Noch ist es nicht zu spät. Expertinnen verraten ihre Tricks gegen die Grippe.

Foto © APAExpertinnen verraten ihre Tricks gegen die Grippe
Mit Triefnase bloß nicht zur Arbeit gehen
Susanna Reisinger, Pflegedienstleiterin LKH Weiz: Um gar nicht erst an Grippe zu erkranken, muss man schauen, dass man eine gute Immunabwehr aufbaut. Ich persönlich greife dafür gerne auf Naturprodukte zurück, wie auf das Gelee Royale der Bienen und Blütenpollen. Ganz wichtig sind auch Luft und Licht. Und Bewegung! Um die Immunabwehr zu stärken, braucht der Körper auch dringend Vitamine. Sehr wichtig ist es auch, ausreichend zu trinken. Die Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus, und dadurch kommt es noch leichter zu Erkältungen. Auf keinen Fall sollte man sich im Herbst aber überfordern. Der Körper stellt sich nämlich langsam auf Winterruhe ein und braucht viel Schlaf. Wer viel mit anderen Menschen zu tun hat, sollte sich oft die Hände waschen. Und wenn man trotz alledem krank werden sollte, gilt: nicht zur Arbeit gehen. Sonst steckt man nur die anderen an.
Roter Sonnenhut zur Stärkung
Claudia Weber, Apothekerin, Stadtapotheke Gleisdorf: Zur Grippezeit setzen viele Menschen auf natürliche Präparate, die Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine enthalten und das Immunsystem ankurbeln. Vorbeugend und unterstützend, beziehungsweise die Krankheit verkürzend, wirkt etwa der bekannte "Rote Sonnenhut", wenn er kurmäßig eingenommen wird. Um gesund zu bleiben, sind viel Bewegung an der frischen Luft, Sport und die Zufuhr von Vitaminen auf natürliche Art das Um und Auf. Also genug Obst und Gemüse essen!
Wärmende Gewürze und Tee
Waltraud Kundigraber, Diätologin aus Löffelbach: In der Grippezeit sollte man ausreichend trinken, weil dadurch die Zellen des Immunsystems umso beweglicher bleiben. Zusätzlich sollte man sich ausgewogen und gesund ernähren. Am besten durch regionale Produkte. Ich selbst achte in der kalten Jahreszeit auf ausreichend Bewegung an der frischen Luft und genügend Schlaf. Außerdem trinke ich in der kalten Jahreszeit Tee und esse mindestens eine warme Mahlzeit am Tag. Zudem verwende ich wärmende Gewürze wie Anis, Zimt, Gewürznelken, Ingwer und Kardamon.
Gesund bleiben als Nadelkissen
Kerstin Alge-Kerber, Allgemeinmedizinerin und Akupunkturärztin in Kumberg: Ich versuche, gemäß der traditionellen chinesischen Medizin meine Mitte zu stärken und zu wärmen. Das geht zum einen über die Ernährung, indem man jetzt zum Beispiel weniger Rohkost zu sich nimmt, sondern vielmehr gekochtes Gemüse, Obst und Getreide. Ein guter Start in den Morgen ist zum Beispiel gekochte Hirse oder Polenta mit gewärmtem Obst. Das schmeckt echt lecker! Cornflakes mit Milch oder Südfrüchte sind hingegen kühlend und schwächen die Abwehr. Neben einer bewussten Ernährung und viel Bewegung in frischer Luft wende ich prophylaktisch auch Akupunktur an. Die Nadeln, die an bestimmten Punkten am Körper appliziert werden, senden über die Nervenbahnen einen Reiz an das Gehirn. Und bestimmte Punktekombinationen stärken eben speziell die Abwehrenergie.









