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Zuletzt aktualisiert: 20.10.2009 um 17:33 UhrKommentare

Von Salzsteinen zum Bankomaten

Mit einer Schatzkiste und vielen Informationen im Gepäck reist der Eurobus durch Österreich. Am Dienstag machte er in Weiz Station.

Foto © APA/Sujet

Was hat die Österreichische Nationalbank in ihrer Schatzkiste? Schauen wir einmal: da wären ein Brotlaib, ein Fell, ein paar Muscheln, ein Glas mit Salzsteinen. Und das soll die Schatzkiste der Nationalbank sein? Naja, da gibt es immerhin noch das Glas mit den vielen Münzen und - halt - da haben wir auch einen Goldbarren. Und der ist echt, sagt zumindest Antonia.

Antonia ist eine der Damen und Herren, die mit dem Euro-Bus derzeit durch die Steiermark touren. Sie besuchen Volksschulen, um schon den Kleinen beizubringen, was den Unterschied zwischen einem echten und einem falschen Euroschein ausmacht. Und - dazu brauchen sie die Schatzkiste - Kindern die Entwicklung des Geldes im Laufe der Zeit näherzubringen.

Am Dienstag parkte der Bus in der Weizer Europaallee vor der Volksschule. Vor dem Bus zappeln die Kinder der 1a - sie wollen endlich rein! Aber die Kollegen lassen sich ein bisschen Zeit. Jetzt, endlich, kommen sie herausgesprungen.

Und bald kommt auch schon die Schatzkiste ins Spiel. Antonia zaubert aus der Kiste alles, was sie braucht, um die Entwicklung vom Tauschhandel zummodernen Geldverkehr aufzuzeigen. Den Laib Brot, so sagt Antonia, habe man etwa in frühen Zeiten gegen ein Stück Fell tauschen können. "Aber was macht man, wenn niemand ein Brot tauschen will?", fragt sie. "Fleisch essen", sagt ein schlaues Kerlchen.

Schnecken und Salzstein

So kommt man natürlich nicht zum Tauschhandel, also muss Antonia nachhelfen. Wertvolle Dinge in der Natur seien es gewesen, die getauscht wurden - also Kauri-Schnecken oder, wie hierzulande, Salzsteine. Der Weg vom Gold zu Münzprägungen, Scheinen und bis zur Bankomatkarte werden erklärt.

Danach versuchen sich die Kinder als Detektive - sie sollen erkennen, ob ein zehn Euro-Schein echt ist. Zuerst einmal heißt es fühlen - denn das Geld greift sich komplett anders an als ein Blatt Papier. Die Sicherheitsmerkmale werden unter die Lupe genommen. Und dann bekommen die Kinder noch ein Memory mit Abbildungen von großen Scheinen und kleinen Münzen.

Danach zieht der Eurobus weiter - am Mittwoch ist er bei der Volksschule Flöcking in Ludersdorf/Wilfersdorf. Und sollte das Interesse der Volksschulen weiterhin so groß bleiben, kann es durchaus sein, dass der Eurobus auch nächstes Jahr wieder durch den Bezirk tourt.

ULLA PATZ

Echter Schein oder Falschgeld

Einige der Sicherheitsmerkmale von Euroscheinen:

Wasserzeichen: Wird im unbedruckten Bereich der beiden Seiten sichtbar.

Sicherheitsfaden: Das ist der Streifen in der Mitte des Scheines, in dem das Wort "Euro" und die Wertzahl (zum Beispiel 10, 20,...) im Gegenlicht sichtbar werden.

Durchsichtsregister: Erst im Licht wird die Wertzahl in der linken oberen Ecke ganz sichtbar.

Spezialfolie: Auf der rechten Vorderseite des Scheines erscheint in wechselnden Farben das Eurosymbol "¤" oder die Wertzahl.

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