Intensivstation des LKH Weiz eröffnet
Zum zehnjährigen Jubiläum des LKH Weiz gibt es grünes Licht für eine eigene Intensivstation. Die Krankenhausgeschichte erschien in Buchform.

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Eine wahre Erfolgsgeschichte sei das LKH Weiz, sagte Helmut Kienreich, Bürgermeister von Weiz, bei der Feier zum zehnjährigen Jubiläum des Landeskrankenhauses: "Es ist hoch wirtschaftlich und ein Vorzeigehaus." Doch der Weg bis zum Bau dieser Krankenanstalt war lang und voller Hindernisse.
Seit dem 16. Jahrhundert gibt es in Weiz bereits ein Krankenhaus. Anfangs als Siechenhaus in der Birkfelderstraße eingerichtet, wurde vor rund 100 Jahren in der Marburgerstraße das städtische Krankenhaus gebaut. Im Laufe der Jahrzehnte wurde es in diesem Gebäude aber immer enger und der Finanzaufwand lastete schwer auf dem das Budget der Stadt Weiz.
So wurden Stimmen laut, die auch für Weiz ein vom Land betriebenes (und finanziertes) Krankenhaus forderten. 1995 schien schließlich der Wunsch aufzugehen: "Vor den Landtagswahlen versprachen alle Parteien, dass in Weiz ein neues Krankenhaus gebaut werde", erinnert sich Kienreich. Und dieses Versprechen wurde nach den Wahlen auch nicht vergessen: Das Krankenhaus wurde gebaut. "Ein Hotel mit angeschlossener Chirurgie und interner Abteilung im Vergleich zum alten Krankenhaus", so Kienreich weiter.
Intensivstation
Ein Wunsch blieb aber bis heute unerfüllt: eine eigene Intensivstation. Auch bei der Zehn-Jahres-Feier war dieser Umstand das beherrschende Thema: Primarius Karl Gruber, ärztlicher Leiter des LKH Weiz, sagte in Richtung Ernst Fartek, ehemaliger Betriebsdirektor des LKH und nunmehriger Vorstandsdirektor der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (Kages): "Ich gehe mit Ende 2010 in Pension. Meine Wünsche für das Krankenhaus sind die Nachbesetzung des chirurgischen Primariats und eine Intensivstation."
Darauf entgegnete Fartek: "Das ist in der jetzigen wirtschaftlichen Situation eine große Herausforderung. Es ist aber notwendig und die Menschen haben ein Recht darauf." Daher habe der Vorstand der Kages bereits die Realisierung der Intensivstation beschlossen. Der Bau werde rund vier Millionen Euro kosten und, so Fartek, "wir nehmen uns vor, dass Charly Gruber den Spatenstich macht." Der Spatenstich könnte vor Ende 2010 erfolgen.
Zweiter Höhepunkt war die Präsentation der Geschichte des LKH Weiz in Buchform - es ist im LKH und beim Weizer Stadtmarketing erhältlich.
Features
Fakten
Budget: 15 Millionen Euro (davon 69 Prozent für Personalkosten).
Mitarbeiter: 231 (davon 84 Prozent aus dem Bezirk Weiz).
Leistungszahlen 2008: Es gab 5331 stationäre Aufnahmen, wovon 84 Prozent der Patienten aus dem Bezirk Weiz kamen. In der Ambulanz wurden 16.500 Patienten behandelt.
Geschichte des LKH: Zum zehnjährigen Bestehen wurde ein Buch zu Geschichte und Gegenwart des LKH Weiz herausgegeben. Erhältlich um 25 Euro im LKH und beim Stadtmarketing Weiz.








