Heute werden die Weichen gestellt
Nach dem 0:3 beim SAK steht Voitsberg am Freitag gegen Weiz unter Zugzwang. Trainer Hans Kießner spricht sogar von einer richtungweisenden Partie.

Foto © GepaVoitsberg will am Freitag wieder siegen
Herr Kießner, Sie wirkten vor dem SAK-Match wegen dem Trainerwechsel beim Gegner äußerst beunruhigt. Sind Ihre Befürchtungen dann eingetroffen?
HANS KIESSNER: Wir haben uns auf das Phänomen Trainereffekt gut eingestellt und das Spiel bis zur 43. Minute klar dominiert. Dann ist eine alte Fußballweisheit eingetroffen. Tore, die man nicht schießt, bekommt man. Und nach dem 0:2 waren wir leider nicht in der Lage, uns aufzubäumen.
Nach sechs Runden liegt man mit nur sieben Punkten an elfter Stelle. Heute gegen Weiz zählt eigentlich nur ein Sieg, oder wie sehen Sie die Lage?
KIESSNER: Dass es heuer schwer wird, nachdem wir abspecken mussten, war mir klar. Zusätzlich hatten wir mit der Auslosung nicht unbedingt ein glückliches Händchen. Und zuletzt hat uns auch noch das Verletzungspech eingeholt. Der Kader ist nicht so breit, dass wir dies unbemerkt wegstecken könnten. Ich hoffe, dass ich Mario Karner gegen Weiz wieder einsetzen kann. Die Vorzeichen stehen aber ganz gut. Und, ja wir stehen etwas unter Druck. Diese Partie könnte richtungweisend sein, ob wir im Mittelfeld dabei sind, oder gegen den Abstieg kämpfen müssen.
Gerry Strafner gebührt seit seiner Rückkehr nach Voitsberg selbstverständlich große Aufmerksamkeit. Erfüllt er die in Ihn gesteckten Erwartungen?
KIESSNER: Natürlich erwartet jeder, dass er Tore wie am Fließband schießt. Aber so einfach ist das Ganze auch in der Regionalliga nicht. Er erfüllt seine Aufgaben perfekt, wer letzlich die Tore erzielt, ist zweitrangig. Noch dazu spielt Gerry seit dem Allerheiligen-Match mit einer gebrochenen Hand und einer Spezialschiene. Das unterstreicht seinen Kampfgeist und seine tolle Einstellung.
Einem jungen Teamkollegen von Gerry Strafner dürfte der Knoten geplatzt sein. Obfrau Brigitte Koren freut sich ganz speziell über die "Entdeckung" Martin Hiden. Wie fällt Ihre Einschätzung aus?
KIESSNER: Martin Hiden ist ein junges Talent mit hervorragenden Anlagen. Noch dazu kommt er aus den eigenen Reihen und beweist somit die gute Nachwuchsarbeit im Verein. Wenn er konsequent weiter arbeitet, wird er seinen Weg machen. Mit den Routiniers Walther Eccher und Gerry Strafner hat er auf dem Rasen die richtigen Lehrmeister an seiner Seite.
INTERVIEW: JÜRGEN PAURITSCH









