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Zuletzt aktualisiert: 12.08.2009 um 19:45 UhrKommentare

Borkenkäferbefall in Weiz

Der Borkenkäferbefall ist im Bezirk Weiz geringer als anfangs befürchtet. Völlig ausgestanden ist die Gefahr für den Wald aber noch nicht.

Foto © APA

Das heurige Jahr dürfte ein wahres Borkenkäferjahr werden. Durch den warmen Frühling rechnet die Landesforstdirektion mit einem drei Mal so starken Borkenkäferbefall als noch im Vorjahr. Davon könnten bis zu 600.000 Festmeter Holz betroffen sein.

Im Bezirk Weiz stellt sich die Situation derzeit noch nicht so dramatisch dar: "Im Vergleich zur Obersteiermark und zur Weststeiermark ist es bei uns noch nicht so schlimm", sagt Josef Krogger, Geschäftsführer des Waldverbandes Weiz. Zwar gebe es im Bezirk immer wieder kleine Flächen, die vom Käfer befallen worden sind, "da es im Frühjahr aber schon früh sehr heiß war, haben wir eine Katastrophe erwartet", so Krogger weiter.

Weiterhin Gefahr

Vorbei sei die Gefahr aber noch nicht. Das Problem sei vielmehr, dass man zur Zeit den Käferbefall erst auf den zweiten Blick erkennt. "Aufgrund der Niederschläge bekommen die befallenen Bäume weiterhin Wasser, die Krone bleibt grün, wodurch man glaubt, der Baum sei noch nicht befallen", erklärt Krogger. Daher empfiehlt er jedem Waldbesitzer, in die Wälder reinzugehen und diese genau zu durchzusehen. "Denn das Bohrmehl sieht man sehr schnell", so Krogger weiter.

Leider werde diese Arbeit aber oft aufgeschoben. "Dabei sind schon 14 Tage entscheidend. Je früher man handelt, desto besser ist die Massenvermehrung zu verhindern", sagt Krogger.

Auch wenn anfangs vor allem kranke Bäume befallen werden, sind gesunde Bäume nicht vor den Käfern sicher. Bis Anfang September werde man wissen, wie stark die Wälder vom Borkenkäfer betroffen sind.

ROBERT BREITLER

Kommentar

Ulla PatzKlein, aber ... von Ulla Patz

Fakten

Gefahr Borkenkäfer

Der Borkenkäfer (Scolytidae) mit seinen rund 150 Spezies ist der gefährlichste aller Forstschädlinge.

Die am häufigsten auftretenden Arten sind Buchdrucker und Kupferstecher.

Der Käfer ist ab 20 Grad Celsius besonders aktiv und kann bis zu 200 Eier legen. Zur Eiablage bohrt sich der Käfer in die Rinde oder ins Holz.

Ein Männchen begattet bis zu 15 Weibchen.

Borkenkäfer ernähren sich vom Bast des Baumes.

Pro Jahr können bis zu drei Käfer-Generationen ausschlüpfen.

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