"100er" geht das Licht aus
Oststeirische Elektro-Händler decken sich mit 100-Watt-Glühbirnen ein.

Foto © APA
Schon seit Wochen und Monaten wird über sie gesprochen, vom unscheinbaren Gebrauchsgegenstand wird sie zur Mangelware - die Rede ist von der 100-Watt-Glühbirne. Im Dezember hat die EU-Kommission beschlossen, dass die Leuchten aus den Haushalten verschwinden müssen - ab 1. September werden sie nicht mehr an den Handel geliefert. Lagerbestände der "100er" dürfen aber weiterhin verkauft werden.
100-Watt-Leuchten. "Wir bestellen mehr 100-Watt-Birnen und lagern diese jetzt schon ein", berichtet Erwin Sommer, Verkäufer bei "Obi" in St. Johann in der Haide. Dort boomt der Verkauf von 100-Watt-Leuchten - in nur zwei Monaten verkaufte man etwa 4000 Stück. "Die Nachfrage nach den 100ern ist extrem gestiegen, seit das Thema von den Medien plattgetreten wurde", stellt Sommer fest. Der Verkauf von Sparlampen ruhe hingegen.
Gesprächsthema. Einen höheren Lagerbestand der 100-Watt-Birnen gibt es auch in Birkfeld. Im dortigen "Technik Center Rosel" werden diese vermehrt nachgefragt, vom Umsatz her macht das aber "nicht so viel" aus. Gesprochen wird allerdings viel über die Birnen, vor allem ältere Leute stellen Fragen bezüglich der Umstellung auf Energiesparlampen.
Auch im "Leuchtenparadies" in Weiz ist das kommende Glühbirnen-Verbot Gesprächsthema Nummer eins, berichtet Geschäftsinhaber Josef Wiedenegger. Die Nachfrage nach den 100-Watt-Glühbirnen ist dort aber nicht gestiegen. Nur mattierte Glühbirnen werden häufiger gekauft, denn auch diese werden - in allen Leistungsstufen - ab September nicht mehr an den Handel geliefert.
"Glühbirnen-Verbot". In der Hartberger "Kriegsauer Multi Media World" sehen die Kunden das "Glühbirnen-Verbot" gelassen - "100er" werden hier auch heute genauso häufig gekauft wie eh und je.









