Nachwuchs in den Wäldern nach Sturmschäden
50.000 junge Bäume wurden in Thannhausen angeliefert - sie sollen die Kahlflächen in den Wäldern nach dem Sturmtief Paula wieder mit Leben erfüllen.

Foto © APANach den Aufräumarbeiten geht es nun ans Anpflanzen
Nach den Sturmschäden, die Paula und Emma Anfang 2008 in den Wäldern angerichtet haben, geht man jetzt daran, mit Aufforstungen die Wunden zu heilen. Dazu werden rund 2,5 Millionen Forstpflanzen benötigt, die so schnell gar nicht verfügbar sind. Die Schadflächen können daher erst in mehreren Jahren wieder aufgeforstet werden. Immerhin, die ersten 50.000 Setzlinge für den Bezirk Weiz sind bereits eingetroffen.
Wie berichtet, zählte der Bezirk Weiz zu den drei am meisten von den Sturmschäden betroffenen Bezirken in der Steiermark. Thannhausen, Naintsch, Naas, St. Kathrein am Offenegg, Feistritz, Gutenberg, Stenzengreith und Koglhof waren am ärgsten betroffen waren. "Rund 400.000 Festmeter Holz mussten aufgearbeitet werden, dafür gab es nur geringe Erlöse", sagt Landtagsabgeordneter Erwin Gruber.
Dem Waldboden hat die lange Zeit bis zum gesetzlich vorgeschriebenen "Wiederbewalden" nicht gut getan. Sie sind inzwischen ausgetrocknet, die Bodenstruktur ist größtenteils zerstört, die Wasserspeicherfähigkeit ist zu gering geworden. Jetzt gelte es auch noch, Forstschädlinge wie den Rüssselkäfer zu bekämpfen.
Auch die neuen Setzlinge müssen mehrmals im Jahr behandelt und auch vor Wildverbiss geschützt werden. Die Aufforstungsarbeiten mit den Setzlingen sind bereits voll im Gange. Der Anteil der Fichten bleibt künftig geringer, man setzt nun auf Mischwald mit Laubhölzern, Lärchen, Kiefern, Buchen und Ahorn. "Rund zwei Meter betragen nach neuestem Stand die Abstände der Fortstpflanzen bei Nadelhölzern, Laubhölzer werden dafür enger gesetzt , damit diese nicht in die Breite sondern in die Höhe wachsen," sagt Erwein Gudenus, in dessen Meierhof in Thannhausen die 50.000 Setzlinge lagern sind. Sein Wald war besonders von den Schäden nach Paula betroffen.
Die jungen Bäume werden in den nächsten Tagen ausgesetzt. "Jährlich werden wir alle verfügbaren Pflanzen auf den Kahl- und Schadstellen im Wald aussetzen", sagt Franz Kesselstatt, Förster in Thannhausen. Die Pflanzen kommen von der Lichtensteinschen Forstverwaltung Kalwang und den Landesforstgärten.
Jahre. Bis alles wieder aufgeforstet sein wird, werden Jahre vergehen. In 20 Jahren wird man mit dem ersten Durchforsten beginnen, erst nach rund 80 Jahren mit der Nutzung. Die beiden Stürme haben eine Generation von Waldbäumen vernichtet.








