Ungezügelte Leselust statt Lesefrust
Bei einem Lesekongress erarbeiten Schülerinnen und Schüler, wie ein zeitgemäßes Kinder- und Jugendbuch auszusehen hat.

Foto © Sujet/APWie man Kinder zum Lesen bringt, darauf hat der Lesekongress "Lekosta" eine Anwort
Wie soll ein ideales Kinder- und Jugendbuch aussehen? Weil es darauf noch keine Antwort gibt, die Helga Plautz befriedigt, kam sie auf die Idee, die Kinder und Jugendlichen selbst zu befragen. Das Ergebnis der Grübeleien der Buchhändlerin in Gleisdorf und Weiz ist ein Lesekongress. Über die Bühne gehen wird er am 5. Mai im Vorfeld der Verleihung des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises in Gleisdorf.
Was passiert dabei?. 30 Kinder aus steirischen Schulen (siehe Kasten) werden in fünf Gruppen 15 Bücher bewerten. Sie werden erarbeiten, was ihnen an den Büchern gefällt und was ihnen fehlt und dies auch begründen. Betreut werden sie dabei von Schülerinnen und Schülern der 7. Klasse des Gleisdorfer Gymnasiums. "Erwachsene haben dabei nichts mitzureden", sagt Plautz. Zumindest nicht in diesen Gruppen.
Bücher bewerten. Allerdings dürfen die Begleitpersonen der Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 10 und 14 Jahren in einer eigenen Gruppe die 15 Bücher bewerten.
Bunt gemischt. Die Teilnehmer des Lesekongresses sind nach Alter, Geschlecht und Interessen bunt gemischt. "Auch Nichtleser sind dabei", sagt Helga Plautz. Gerade diese Gruppe sei besonders wichtig, um die Gründe für den Lesefrust zu erarbeiten.
Bewertungsbögen. Die Auswahl der Kinder erfolgte über Bewerbungsbögen. "Natürlich hatten wir vorher die Schulen kontaktiert, die Lehrer haben die Kinder und Jugendlichen vorbereitet", sagt Plautz.
Kinder wählen aus. Die Auswahl der Bücher erfolgte teilweise durch die Kinder selbst, die sich in der Buchhandlung Bücher heraussuchten, die ihnen gefielen. "Wir haben diese Auswahl ergänzt mit Neuerscheinungen und Werken, zu denen die Kinder gar nicht gegriffen haben - wenn man nur Comics hernimmt. Die gehören meiner Meinung nach aber unbedingt dazu", sagt Plautz.
Große Präsentation. Das Ergebnis des Kongresses wird aufbereitet und vor der Preisverleihung präsentiert. Im Publikum werden Autoren, Verleger, Pädagogen sein. Auch andere Interessierte sind willkommen. Plautz denkt daran, das Ergebnis schriftlich festzuhalten, um es auf Anfrage weitergeben zu können.
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Daten und Fakten
Lekosta nennt sich der Lesekongress - eine Abkürzung für Lesekongress Stadt Gleisdorf.
Teilnehmende Schulen sind: Hauptschule Anger, Rieger-Hauptschule Hartberg, Hauptschule I Pöllau bei Hartberg, Musikhauptschule Kirchberg/Raab, Hauptschule Laßnitzhöhe, Hauptschule St. Marein bei Graz, Hauptschule Vorau, Sporthauptschule Weiz, Gymnasium Gleisdorf, Gymnasium Weiz.









