Auffrisierte Mopeds im Visier
Polizei überprüft verstärkt, ob Bauartgeschwindigkeit der Mopeds passt.

Foto © Ulla PatzMopedprüfstand in Weiz
Kaum packte die Polizei am Donnerstag in Weiz ihren Mopedprüfstand aus, waren auch schon keine Mopeds in der Nähe mehr zu sehen. Junge Mopedfahrer hatten dafür gesorgt, dass ihre motorisierten Freunde Bescheid wussten und die Europaallee mieden. Macht nichts, der Polizei und Bezirkshauptmannschaft Weiz ging es gestern eher darum, darauf aufmerksam zu machen, dass in den nächsten Wochen verstärkt Mopeds überprüft werden. Im Visier stehen die Auffrisierten. Weniger will man strafen, wie der Weizer Verkehrsreferent Gerhard Hackl sagt, sondern mehr ein Bewusstsein für die Sicherheit schaffen.
200 Euro Mindeststrafe. Ein auffrisiertes Moped, also eines, das schneller geht als 45 Stundenkilometer, kann ganz schön teuer werden - die Mindeststrafe betragt etwa 200 Euro. Dazu kommt eine Vormerkung ins Führerscheinregister. Denn ein Moped ist keins mehr, geht es schneller als 45 km/h - es wächst zum Motorrad und dafür braucht man einen Führerschein.
Versicherung zahlt nicht. Das ist noch das Geringste, wie Gerhard Hackl sagt. Denn passiert ein Unfall mit einem auffrisierten Moped, zahlt die Versicherung nicht. Zusätzlich kommen auf Fahrer und auf den Zulassungsbesitzer empfindliche Strafen zu. Zugelassen ist das Moped, wie Hackl sagt, oft auf den Vater, die Mutter oder die Oma, um sich Versicherungsprämien zu sparen. "Viele wissen nicht, dass sie auch als Zulassungsbesitzer strafbar sind", sagt Hackl. Im Bezirk Weiz sind zwischen 7000 und 8000 Mopeds unterwegs. Jährlich gibt es rund 200 Strafanzeigen. Mit dem neuen Mopedprüfstand werden es wohl mehr werden.







