Brände nur ein kleiner Teil
Feuerwehren sind viel öfter bei Unfällen als bei Bränden unterwegs. Bezirksverband setzt heuer Schwerpunkt auf Verletzungsvermeidung.

Foto © Kleine Zeitung/Ulla PatzHaben viel vor: Wolfram Schwarz und Anton Pendl
Das Negative: Der Bezirksfeuerwehrverband Weiz war 2008 steiermarkweit der mit den meisten Verletzten. Das Positive: Kommandant Anton Pendl und der Weizer Abschnittskommandant Wolfram Schwarz wollen sofort darauf reagieren und die Feuerwehrleute noch besser schulen, um Verletzungen auszuschließen.
Gütesiegel geplant. Die häufigsten Verletzungen sind Quetschungen und Prellungen, gefolgt von Knochenbrüchen. Erst dann kommen die Brandverletzungen. Wir wollen auch ein Gütesiegel einführen als Vorstufe zur ISO-Zertifizierung", sagt Schwarz.
Ausbau der Schwerpunktsetzung. Neben diesen Schulungen will man die Schwerpunktsetzung ausbauen - nicht jede Feuerwehr in einem Abschnitt braucht die gleiche Ausrüstung, hier sollen im ganzen Bezirk in Zukunft Stützpunkte für unterschiedliche Aufgaben entstehen.
Nicht nur löschen. Wer meint, die Feuerwehr habe hauptsächlich Brände zu bekämpfen, irrt. 2008 waren die Feuerwehren viel öfter bei Straßen- und Kanalreinigungen beschäftigt als bei Bränden (siehe Infokasten). Mehr als 300 Mal war auch die Hilfe der Feuerwehr bei Verkehrsunfällen nötig, während "nur" 250 Brände zu bekämpfen waren. Die meiste Arbeit machten in Vorjahr die Schäden nach Sturmtief Paula sowie das Hochwasser in Ludersdorf.
Recht zufrieden. Mit dem Mitgliederstand ist Pendl recht zufrieden: "Wir bringen die Tagesbereitschaft noch zusammen - das geht durch die Pendler, durch die Bauern und weil es Firmen gibt, wo unsere Leute ausrücken können."
Features
Kommentar
Daten 2208
Mitglieder. 57 Freiwillige und zwei Betriebsfeuerwehren im Bezirk. Mehr als 3200 aktive Mitglieder.
Brände. 390 Brandalarme, davon 140 Fehlalarme. Beim Rest großteils Brände in Wohngebäuden (79) und bei Landwirtschaften.
Technische Einsätze. Mehr als 3200 Einsätze, davon mehr als 750 Straßen- und Kanalreinigungen. 370 rückte man bei Sturmschäden (Paula!) aus, gefolgt von mehr als 350 Verkehrsunfällen.
Stunden. Mehr als 512.000 Stunden insgesamt, davon 59.000 Einsatzstunden.
Gerettet. 33 Personen wurden aus Zwangslagen befreit. Sachwerte in der Höhe von 10,2 Millionen Euro wurden gerettet.







