Binder+Co geht Joint Venture mit Mitbewerber Statec ein
Vorstand will dadurch Verpackungsanlagenanbieter von "internationalem Format" schaffen.

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Der oststeirische Maschinen- und Anlagenbauer
Binder+Co AG bündelt seine Aktivitäten im Verpackungsgeschäft und
geht ein Joint Venture mit der Statec Anlagentechnik GmbH ein. Dies
teilte das Unternehmen am Donnerstag ad hoc mit. Mit dem ebenfalls in
Gleisdorf ansässigen Unternehmen soll ein
"Verpackungstechnik-Spezialist von internationalem Format geschaffen
werden", hieß es.
"Statec Binder GmbH". Binder+Co wird ihr Verpackungsgeschäft in das in Hinkunft als
"Statec Binder GmbH" firmierende Unternehmen einbringen. Im Gegenzug
erhält Binder+Co 51 Prozent der Anteile, die restlichen 49 Prozent
verbleiben bei der bisherigen Eigentümergesellschaft von Statec.
Top-Liga. Laut Binder-Vorstandsdirektor Karl Grabner rücke man durch die
Kooperation mit einem "wichtigen bisherigen Konkurrenten" in die
internationale Top-Liga der Anbieter von Verpackungsanlagen auf.
"Dass wir die weltweit schnellsten Maschinen anbieten, eröffnet uns
dabei erhebliches Potenzial. Abgesehen davon erwarten wir aus dieser
Kombination interessante Synergien in Produktentwicklung, Produktion
und Vertrieb", so Grabner.
Hochleistungs-Offensackverpackung. Beide Gesellschaften arbeiten im Segment der
Hochleistungs-Offensackverpackung - die Befüllung vorgefertigter
Säcke aus Papier, Kunststofffolie oder Kunststoffgewebe mit frei
fließenden Schüttgütern wie Düngemitteln, Kunststoffgranulaten,
Futtermitteln oder Salzen - und ergänzen sich den Angaben zufolge im
Produktportfolio und in den Vertriebsnetzen. Binder+Co ist zusätzlich
im Bereich der Palettiertechnik aktiv, während Statec auch
Sackkennzeichnungs- bzw. Sackerzeugungsmodule anbietet.
Marketingschwerpunkt. Die 1999 gegründete Statec bringt Marktpräsenz in Europa mit,
Binder+Co die starke Vertretung in Nord- und Südamerika sowie in
Asien. Gemeinsame Marketingschwerpunkte werden in den kommenden
Jahren Südostasien, Indien, Südkorea, Südamerika, Osteuropa, der
arabische Raum sowie Europa sein. Von den bearbeiteten Branchen
stehen dabei die petrochemische Industrie sowie Futtermittel-,
Düngemittel- und Zuckerproduzenten im Vordergrund.
Breiter Marktzugang. Binder+Co erwartet von dem Joint Venture mittelfristig neben einer
entsprechenden Umsatzsteigerung auch einen deutlich breiteren
Marktzugang. Das Kerngeschäft der Verpackungstechnik erzielte in den
vergangenen drei Jahren einen Umsatzbeitrag von 15 bis 20 Prozent am
Gesamtumsatz der Binder+Co AG. Mit dem Joint Venture ist
mittelfristig eine Steigerung des Umsatzanteils auf 25 bis 30 Prozent
geplant.
Weltmarktführer. Das börsennotierte Aufbereitungs-, Umwelt- und
Verpackungstechnikunternehmen Binder+Co AG ist nach eigenen Angaben
Weltmarktführer in den Bereichen Siebtechnik und Glasrecycling. Mit
durchschnittlich 214 Mitarbeitern setzte Binder+Co 2007 53,4 Mio.
Euro um und erwirtschaftete einen Gewinn vor Zinsen und Steuern
(EBIT) von 4,9 Mio. Euro.








