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Zuletzt aktualisiert: 17.04.2008 um 20:35 Uhr

Gratis-Software soll Microsoft aus Schulräumen verdrängen

Linux statt Windows: Mit neuen, kostenlosen Programmen aus Weiz sollen Schüler auch den Umgang mit freier Software lernen.

Foto © AP

In der Stadtverwaltung München heißt es LiMux, das Wiener Magistrat arbeitet mit WIENux - das Open-Source-Betriebssystem Linux (freie Software) hat sich auf Behörden-PCs großer Städte schon lange etabliert. Jetzt soll es auch in heimische Pflichtschulen einziehen.

Kostenlose Alternative. Die Linux-Systeme "desktop4education" und "server4education" kommen aus dem steirischen Weiz und bieten neben Microsofts Windows und Office eine kostenlose Alternative für den Informatikunterricht in Schulen. Entwickelt wurde das System, das auf dem bekannten "openSuse Linux Enterprise 10.2" basiert und sowohl für Personal-Computer als auch für Server gedacht ist, vom Weizer Mittelschullehrer Hellmuth Peer und seinem Team.

Fünf Module. Doch was kann das Gratis-Betriebssystem wirklich? "Auf der DVD finden sich neben dem Basissystem, das sich vollautomatisch installiert, fünf Module mit Open-Source-Lernsoftware für die verschiedenen Schultypen", erklärt Peer.

Abgedeckt. Mit Gratis-Software abgedeckt sind bei der Desktop-Version die Bereiche Pflichtschulen, AHS-Oberstufe, technische Schulen, kaufmännische Schulen sowie Schulen für wirtschaftliche Berufe. Die einzelnen Pakete sind nach der Installation des Systems vom Benutzer selbstständig auszuwählen. Ein Doppelklick genügt.

Ohne teure Lizenzen. So steht etwa das Bildbearbeitungsprogramm "The Gimp" dem kommerziellen "Adobe Photoshop" um nichts nach. Als Office-Paket wird "StarOffice8" von Sun Microsystems mitgeliefert. Sun unterstützt das Projekt auch. Oder "Scribus": Mit dieser Desktop-Publishing-Software können einfach Plakate und Zeitungen erstellt werden. Und das, ohne teure Lizenzen berappen zu müssen. Ebenfalls soll das Auge der Schüler in Richtung Open-Source geschult werden. Wichtig ist auch, dass das System problemlos und parallel auf bereits bestehende Windows-Rechnern installiert werden kann.

Nahtlos. "desktop4education" fügt sich übrigens nahtlos in Windows-Netzwerke ein. Und die Server-Version kommuniziert ebenfalls mit der Konkurrenz.

KONSTANTIN TZIVANOPOULOS

Fakten

Das Projekt ist im Internet unter http://d4e.at zu finden.

Installations-Workshops: Samstag, 10. Mai, 9 bis 14 Uhr, im Gymnasium in Weiz. Und am Samstag, 7. Juni, 9 bis 14 Uhr, im BORG Monsbergergasse 16.

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