Die Formel des guten Käse-Geschmacks
Robert Höldrich und Michael Murkovic fanden Rechenformel, um Reifegrad von Käse orten.

Foto © ReutersKäse in der Massenherstellung
Auch unter hochkarätigen Wissenschaftlern kommt es nicht alle Tage vor, dass man Errungenschaften patentiert. Robert Höldrich, Vizerektor für Kunst und Wissenschaft, und Michael Murkovic, Leiter des Instituts für Lebensmittelchemie an der TU Graz, ist das gelungen. Und zwar mit einer mathematischen Formel, die es möglich macht, in Lebensmittel "hineinzuhorchen".
Schafskäse. Es ist ein Weizer Schafskäse, den sich die beiden als Versuchsobjekt ausgesucht haben. Exemplarisch nehmen sie den Käsebohrer in die Hand, mit dem Käsemeister durch Klopfen und Anbohren feststellen, welchen Reifegrad das Produkt hat. Die beiden Wissenschaftler gingen aber darüber hinaus. "Wir können dieses Geräusch exakt beschreiben", erklärt Murkovic, "und dadurch wissen wir, ohne den Käse zu zerstören, wie weit er gereift ist." Diese Qualitätskontrolle nach Zahlen wurde wie gesagt bereits patentiert. Was fehlt, ist nun ein Gerät, das diese Methode in der Praxis umsetzbar macht. Für Höldrich ist klar: "Ein solches Gerät wäre für jeden Käseexperten, für den Handel, für Kontrollore geeignet." Und wer weiß, vielleicht gehen wir damit irgendwann auch einkaufen.








