Pensionist erfror in der Nähe seines Wohnhauses
87-jährige Pflegerin fand den oststeirischen Pensionisten, der nachts aus dem Haus gegangen war.
Gegen drei Uhr früh hatte die 87-jährige Frau, eine rüstige Pensionistin, die in ihrem Einfamilienhaus in Ungerdorf bei Gleisdorf noch den gesamten Haushalt "schmeißt", ein letztes Mal nach ihrem Schützling gesehen. "Dem Mann ging es in den letzten Tagen nicht gut" berichtet eine Polizeibeamtin, "er hat viel über sein Leben sinniert, wollte ständig herumgehen."
Pensionist. Seit 13 Jahren lebten die 87-Jährige und der 89-Jährige gemeinsam in dem Haus - nach mehreren Schlaganfällen kümmerte sich die Pensionistin rührend um ihren Bekannten. So auch in der Nacht auf gestern. Nach drei Uhr früh ging sie selbst schlafen, war aber um sieben Uhr schon wieder auf den Beinen: Ihr erster Weg führte zu ihrem Pflegling, doch der 89-Jährige lag nicht mehr in seinem Bett. Er dürfte in den frühen Morgenstunden, nur mit einem Schlafanzug bekleidet, aus dem Haus gegangen sein.
Pflegerin. Als ihn die Pensionistin wenig später nur rund 30 Meter vom Haus entfernt fand, lag der 89-Jährige auf dem Rücken in einem Waldstück - schwer unterkühlt, aber noch lebend. "Seine Körpertemperatur betrug gerade noch 20 Grad." Sprechen konnte der betagte Mann nicht mehr, doch mit seiner jahrelangen Pflegerin und Freundin hielt er noch Blickkontakt. Doch jede Hilfe kam zu spät. Noch auf der Fahrt ins LKH Graz, wohin ihn das von der 87-Jährigen sofort alarmierte Rettungsteam bringen wollte, starb der 89-Jährige den Kältetod.







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