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Zuletzt aktualisiert: 06.09.2012 um 21:18 UhrKommentare

Die Besten der Besten lernen zu "hören"

Jeder ist ein Talent auf seinem Instrument, bei der Jugendblasorchester-Akademie in Gleisdorf gab es für die jungen Musiker dennoch viel zu lernen. Heute ist Konzert.

Hoch motiviert probten die talentierten jungen Musikerinnen und Musiker in Gleisdorf

Foto © BERGER Hoch motiviert probten die talentierten jungen Musikerinnen und Musiker in Gleisdorf

Ein Volkslied aus Brunei. Ein Rhythmus wie Salsa, zu dem man tanzen will. Oder wenigstens mitklatschen. Am Ende klatschen die 61 jugendlichen Blasmusikerinnen und -musiker, die eben noch gespielt haben, selber laut und jubeln.

Dann aber heißt es sofort umschalten, ruhig werden. "Stellt euch vor, ihr sitzt da mit weißen Perücken auf dem Kopf", sagt Dirigent Siegmund Andraschek zu seinem jungen Orchester. Von Brunei geht's nun nämlich musikalisch nach Wien, in das Wien des Johann Strauß. So jedenfalls klingt das von Andraschek selbst komponierte Stück, das nun geprobt wird. Heute um 16 Uhr werden die Jugendlichen schließlich der Öffentlichkeit präsentieren, was sie in der Jugendblasorchester-Akademie gelernt haben.

Üben mit Profis

Vor fünf Tagen sind die 61 Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren aus allen Teilen der Steiermark nach Gleisdorf gekommen, um auf ihren Instrumenten noch besser zu werden. In Kleingruppen durften sie mit Dozentinnen und Dozenten aus Musikschulen, dem Konservatorium und der Kunstuniversität üben und immer wieder zwischendurch im großen Orchester proben - teilweise bis spätabends.

"Man lernt vor allem, aufeinander zu hören", sagt etwa Tenorsaxofonistin Constanze Seidl aus Unterpremstätten. "Ja, aber es macht auch Spaß, man trifft viele coole Leute", sagt Klarinettistin Elisabeth Krenn aus Heiligenkreuz/Waasen. "Danke", grinst Filip Rozic aus Selzthal mit seinem Tenorhorn.

Ja, die Jugendlichen haben Spaß. Aber sie seien auch unglaublich wissbegierig, wie Organisator Wolfgang Jud, der Landesjugendreferent des Steirischen Blasmusikverbandes, sagt. "Aber bei diesen jungen Leuten handelt es sich ja auch um die steirische Blasmusikelite, könnte man sagen", so Jud. Mussten sie sich doch entweder über hervorragende Platzierungen bei Blasmusikbewerben oder ein Vorspielen am Konservatorium um einen Platz in der Akademie bewerben. Dafür ist das Angebot inklusive Unterkunft und Verpflegung für die Jugendlichen kostenlos. "Das ist ein kleiner Baustein in der Begabtenförderung, aber da müsste noch viel mehr getan werden", sagt Jud.

Fünf der Schlagzeuger des Orchesters kann man heute Abend übrigens auch im Fernsehen sehen: Sie treten mit sieben weiteren Kollegen aus Bernhard Richters "Studio Percussion School" in Graz und Leibnitz bei der "Großen Chance" im ORF auf.

SONJA BERGER

Kommentar

SONJA BERGEREinschlafen von SONJA BERGER

FAKTEN

Die dritte Jugendblasorchester-Akademie fand diese Woche in Gleisdorf statt.

61 junge, talentierte Blasmusikerinnen und -musiker zwischen 14 und 18 Jahren aus allen Teilen der Steiermark nahmen daran teil - kostenlos.

Die Kosten trug der Steirische Blasmusikverband mit Unterstützung der Fachabteilung 6E, dem Referat für kommunale Musikschulen.

Die Stadt Gleisdorf stellte unter anderem das Haus der Musik für die Proben und das Forum Kloster für die Aufführung bereit.

Das Ergebnis der fünftägigen intensiven Proben ist heute um 16 Uhr bei freiem Eintritt im Gleisdorfer Forum Kloster zu hören.

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