10:1 - da waren plötzlich alle verletzt
Spittal, Gegner von St. Ruprecht in der Frauenliga Süd, konnte die Partie nicht fertig spielen.
FUSSBALL. Das Nachtragsspiel der siebenten Runde in der Frauenliga Süd zwischen St. Ruprecht und Spittal wurde zur Halbzeit abgebrochen. Zu viele Verletzte aufseiten der Kärntner - nur noch sieben Akteure standen zur Verfügung - veranlassten Schiedsrichterin Sylvia Dierks den Regeln entsprechend zum Abbruch. Zu diesem Zeitpunkt führte die Elf von Trainerin Sabine Auer bereits mit 10:1.
Läuft alles normal ab, wird die Partie nun mit 3:0 für St. Ruprecht strafbeglaubigt. Auer kommt das Vorgehen trotzdem spanisch vor. "Ich wurde im Herbst gebeten, das Spiel zu verschieben, weil Spittal zu wenig Leute hatte. Guten Willens habe ich zugestimmt. Diesmal sind sie aber wieder nur mit elf Spielerinnen angetanzt." Nachdem laut Auer nur halbherzig aufgewärmt wurde, wären Verletzungen vorprogrammiert gewesen. "Mir kommt vor, als wollte es Spittal genau so. Es wirft auf jeden Fall ein schiefes Licht."
Nachdem es bei den St. Ruprechter Damen in dieser Saison nicht ganz rund läuft, wäre ein gutes Torverhältnis vorteilhaft. Momentan belegt der Vorjahresmeister nur Rang vier und musste bei fünf Siegen bereits vier Niederlagen einstecken. "Wir können sowieso nur abwarten. Natürlich wäre das 10:1 schöner", so Auer. Das Ziel Meistertitel hat man trotzdem noch nicht aufgegeben. MARTIN MANDL








